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Stadt Willich
Niersweg: Befreiung ist erteilt

Stadt Willich. Die Möglichkeiten der Anwohner, den Bau von vier Flüchtlingshäusern am Niersweg zu verhindern, werden wohl immer geringer. Denn inzwischen haben Bezirksregierung und Kreisverwaltung grünes Licht zum Bau dieser Häuser im Landschaftsschutzgebiet erteilt.

Gerade kamen zahlreiche Anwohner zu einer erneuten Besprechung zusammen. Zuletzt hatten sie Geld gesammelt, um in Koordination mit dem Bund für Natur- und Umweltschutz (BUND), Kreisgruppe Viersen, von einem unabhängigen Gutachter ein Bodengutachten erstellen zu lassen. Binnen kürzester Zeit kamen über 2000 Euro zusammen. Allerdings wohl vergebens. Initiativ-Sprecherin Lydia Krusche: "Die Stadt hat uns mitgeteilt, dass sie als Eigentümerin uns dafür keine Zutritts- und Untersuchungserlaubnis erteilt." Zumal offenbar die Stadt selbst im Vorfeld Bodengutachten in Auftrag gegeben hatte.

Enttäuscht und empört nahm die Initiative das Verhalten der Stadt erst einmal zur Kenntnis. Jetzt wollen Anwohner und der BUND noch einmal prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten es noch gibt, um doch noch dieses neutrale Bodengutachten zu ermöglichen.

In der zweiten Juni-Woche fand ein Ortstermin mit der Landesbehörde statt. Kritisiert wurde ferner, dass dazu Sprecher der Initiative nicht eingeladen waren. Einige Anwohner waren auch nicht erwünscht, als sie am Tag des Termins an Ort und Stelle Fragen stellten. Darauf soll in keiner Weise eingegangen worden sein.

Erwähnt wurde bei der Zusammenkunft noch, dass dort durch den Bau der vier Häuser eine weitere Fläche von rund 8000 Quadratmetern versiegelt werden soll, obgleich auch der direkt angrenzende hintere Bereich als ein Überschwemmungsgebiet in der Niersaue ausgewiesen werden soll. Willichs Technische Beigeordnete Martina Stall rechnet damit, dass nach der jetzt erteilten landschaftsrechtlichen Befreiung durch die zuständige Kreisbehörde die Baugenehmigung in den nächsten Wochen ausgesprochen wird. Lediglich in einer Altlasten-Frage müsse noch eine Abstimmung mit dem Kreis erfolgen.

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen aus den vier Flüchtlingshäusern an Niers- und Mutschenweg Sozialwohnungen werden.

(schö)
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