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Stadt Willich
Noch schnell ein Geschenk für Mutti

Stadt Willich. Beim Willicher Blütenfest kamen alle auf ihre Kosten. Für die Kinder war die Titanic-Rutsche der Höhepunkt, Erwachsene freuten sich an den Blumen oder stöberten an Ständen und in Geschäften. Von Willi Schöfer

Die Menschen reagieren unterschiedlich auf die vielen Blütenpflanzen. Wenn diese aber schon viele Blüten tragen, sind die meisten natürlich begeistert. So war es gestern beim dritten Blütenfest in Willich. Tausende von Menschen kamen und begegneten sich im Willicher Zentrum. Bei Temperaturen um die 25 Grad mischte sich eine Radfahrergruppe aus Vorst nach dem Besuch im Willicher Freibad ebenfalls unter das Volk. Auch sie saß wenig später mittendrin vor den vielen Eiscafés oder Kaffeehäusern.

Obwohl die Sonne noch nicht da war, kam schon früh der Vorsitzende des veranstaltenden Willicher Weberings, Christoph Smits, mit seinem Team gehörig ins Schwitzen. Bereits ab etwa 6 Uhr musste an Ort und Stelle koordiniert und beispielsweise dafür gesorgt werden, dass die Stände ihren Stromanschluss bekamen. Insgesamt etwa 70 Aussteller waren es draußen und am gestrigen verkaufsoffenen Sonntag auch drinnen.

Sogar Schlecker hatte wieder geöffnet! Es waren aber in diesem schon lange leerstehenden Ladenlokal keine Drogerieartikel, sondern Hunderte von Fotos. Diesmal hatte Peter Wynands unter dem Motto "Willich vorher - nachher" vor allem an frühere Geschäftslokale und Gesichter erinnert. So an die Zeit, als Johannes Engels ab Ende des 19. Jahrhunderts die Säcke mit den Getreidekörnern in einer Kutsche ausfuhr oder als es vor dem Zweiten Weltkrieg noch fünf Hutmacher in Willich gab. Das Interesse an dieser Ausstellung, die dort auch noch am 12. (von 10 bis 14 Uhr) und am 15. Mai (11 bis 18 Uhr) zu sehen ist, war sehr groß.

Auf Markt- und Kaiserplatz und einigen Nebenstraßen, die dorthin führen, war jede Menge los, fanden auch diejenigen noch das Passende, die für den Muttertag noch etwas brauchten. Neben originellen Windspielen, Schmuck oder Strickwaren pries die Bäckerei Greis für 10,50 Euro einen kleinen Erdbeerkuchen in Herzform an - auf dem Marzipanstreifen in der Mitte stand "Der lieben Mutti".

Natürlich waren auch Väter willkommen, probierten selbst mit ihren Kindern die kleine Golfanlage auf dem Kaiserplatz aus, schmökerten in der katholischen Bücherei, saßen in den kleinen und großen Biergärten oder erkundigten sich nach dem Preisen der gasbetriebenen Gartengrills. Diese gab es von 550 bis 2999 Euro.

Ein Renner war für die Kinder die große Titanic-Rutsche auf dem Kaiserplatz. Auf dem Weg dorthin mussten die Familien über die Peterstraße. Und hier war eine echte Kunstmeile zu sehen. Darunter waren zahlreiche Bilder von Hobbykünstlern, die größtenteils in den Ateliers und Kunstwerkstätten von Renate Diekmann und Anna Fiedler angefertigt worden waren. Dabei stellte Anna Fiedler die interessante Zeichen- und Entspannungsmethode "Zentangle" vor. Renate Diekmann hatte die Holzbüttgener "Spaßmaler" mitgebracht.

Die Musik gehörte bei diesem dritten Blütenfest ebenfalls zum guten Ton. Gleich vier Bands spielten auf den verschiedenen Musikinseln. Darunter waren einige Nachwuchsmusiker und Sängerinnen aus Willich, so Gwen Jolie und Julie-Marie Schriewer, "The Situation" oder die fünfköpfige Schiefbahner Rockband "Knockback forward."

"So viel müsste hier immer los sein", war oft zu hören. In diese Richtung geht übrigens eine Überlegung von Martin Patzer von der "Stadtschmiede", die gestern ebenfalls geöffnet hatte. Patzer sucht sogenannte Platz-Macher, die selbst besondere Events auf Kaiser- oder Marktplatz organisieren möchten. Erste Ideen sind bereits da: Open-Air-Kino, White Dinner oder eine Lichter-Ausstellung. Weitere kreative Vorschläge werden unter der Rufnummer 02154 949821 entgegengenommen.

Quelle: RP
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