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Stadt Willich
Pflege- und Sozialzentrum eröffnet

Stadt Willich. Der Arbeiter-Samariter-Bund und der Verein "Gemeinsam" stellten ihre bislang fünfte Einrichtung vor. Von Willi Schöfer

"Ich bin mit der Tagespflege sehr zufrieden, vorher war mein an Demenz erkrankter Mann einige Monate stationär untergebracht, er aß nicht mehr und baute immer mehr ab", sagt eine Anratherin. Gerade stellen der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und der Verein "Gemeinsam" ihr bislang fünftes Pflege- und Sozialzentrum im Kreis Viersen vor - und zwar in Schiefbahn an der Linsellesstraße 42. Dort, wo früher unter anderem ein Schreibwarengeschäft mit dem Post-Shop untergebracht war.

Geschäftsführerin Ellen Fiddrich stellt die Arbeit und die breite Angebotsplatte vor. Sie reicht vom einfachen Betreuungsservice bis zu einer Betreuung rund um die Uhr, von pflegebedürftigen oder schwerbehinderten Menschen, von der Tagespflege bis zu ambulanten Wohngemeinschaften. Im Oktober hatte dort bereits der ASB mit seinen Hilfe- und Pflegedienstleistungen begonnen. Sieben Mitarbeiter gibt es dort, außerdem die Pflegedienstleiterin Franziska Grytzka und ihre Stellvertreterin Jeannine Koch. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von acht bis 16 Uhr. Es gibt aber auch eine 24-Stunden-Bereitschaft, die unter der Nummer 02154 8863865 erreichbar ist.

Betreiber ist der ASB-Regionalverband, mit dem Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Viersen und dem dortigen Verein "Gemeinsam". 16 Einrichtungen gibt es insgesamt, darunter bereits vier solcher Pflegezentren in Viersen, Dülken, Süchteln und Brüggen.

Der ASB stellte am Tag der Einweihung seine Mitarbeiter, einen Rettungswagen und die Angebote wie den Hausnotruf. Vom AKH Viersen standen Chefarzt Dr. Karsten Woelke und Oberarzt Dr. Johannes Steiff Rede und Antwort. Darüber hinaus nutzten unter anderem Emil Kresken und Hildegard Steffen die Gelegenheit der kostenfreien Blutdruck- oder Venendruckmessungen. Unterstützt wurden sie vom Sanitätshaus Brockers und der Schiefbahner Hubertus-Apotheke, die durch Ines Shillingford Fragen zu frei verkäuflichen Medikamenten beantwortete. Nachgefragt wurden bei ihr vor allem Nahrungsergänzungsmittel und natürlich alles das, was schlank macht.

Der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Berger (CDU) stellte die Wichtigkeit der ambulanten Versorgung heraus, belegte dies auch mit Zahlen aus dem Pflegebedarfsplan des Kreises. Man habe sich deshalb für den Standort Willich entschieden, weil die Stadt eine der wichtigsten Säulen im Kreis sei. Der ASB werde auch hier mit seinem geschulten Personal alles versuchen, damit die hilfsbedürftigen Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben könnten. Stefan Berger ist stellvertretender Vorsitzender der Viersener gGmbH, außerdem Vize-Präsident des ASB in Nordrhein-Westfalen.

Willichs Bürgermeister Josef Heyes freute sich über das neue Pflege- und Sozialzentrum, war zuversichtlich, dass dieses in Willich sehr gut aufgehoben sei, und sagte weiter: "Nach dem Dilemma bei der Schließung des Willicher Krankenhauses können wir jedes Angebot der Pflege und fachgerechten Betreuung unserer Mitbürger dringend gebrauchen."

Quelle: RP
 
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