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Stadt Willich
Post vom Robert-Koch-Institut

Stadt Willich. Die Einrichtung der Bundesregierung befragt Willicher Familien im Rahmen einer Studie. Von Marc Schütz

Knapp 400 Familien aus Willich bekommen derzeit Post vom Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention und untersucht regelmäßig die gesundheitliche Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Vom 25. August bis 2. September ist die "Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KiGGS) mit einem Untersuchungsteam in Willich. Derzeit lädt das RKI zahlreiche Familien aus Willich zur Teilnahme an der Studie ein.

"Geplant ist, etwa 70 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie ihre Eltern zur Untersuchung einzuladen", sagt RKI-Sprecher Jörg Schaarschmidt. Hinzu kämen 70 weitere Teilnehmer, die an einer Befragung teilnehmen. Das provisorische Untersuchungszentrum wird im Alten Rathaus in Schiefbahn eingerichtet. Das Untersuchungsprogramm sieht neben anderen Untersuchungen auch Messungen von Blutdruck und Puls sowie Körpergröße und Gewicht vor. Außerdem finden je nach Alter verschiedene Tests statt - beispielsweise zur Sprachentwicklung oder zur Ausdauerleistung.

Schaarschmidt betont, dass an der KiGGS nur teilnehmen kann wer vom RKI eingeladen wird: Dies sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die schon einmal bei KiGGS dabei waren. Zusätzlich werden neue Teilnehmende durch ein wissenschaftliches Zufallsverfahren über die Einwohnermeldeämter ausgewählt und eingeladen. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Die Teilnehmenden erhalten Fragebögen zu den Themen Gesundheit und Ernährung.

Ziel der Studie ist es, Daten zur gesundheitlichen Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu gewinnen - aktuell und für ganz Deutschland aussagekräftig. Außerdem interessieren sich die RKI-Wissenschaftler für den Einfluss sozialer Faktoren auf die Gesundheit. Die Ergebnisse können beispielsweise von Ärzten, Wissenschaftlern und der Gesundheitspolitik genutzt werden, um die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland einschätzen und verbessern zu können.

Die Erhebungen zur KiGGS-Studie werden regelmäßig wiederholt. Während der KiGGS-Basiserhebung von 2003 bis 2006 fanden Untersuchungen und Befragungen statt, KiGGS Welle 1 (2009 bis 2012) war eine telefonische Befragung. Die aktuelle Erhebung "KiGGS Welle 2" läuft bis Ende 2016. Drei mobile Untersuchungsteams des RKI machen dazu in 167 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland Station. Insgesamt sollen etwa 23 000 Personen an der Studie teilnehmen. Auch die Stadt Willich wurde laut Schaarschmidt per Zufallsverfahren ausgewählt. Denn für die Studie sollen Teilnehmer aus unterschiedlich großen Städten aus allen Teilen Deutschlands ausgewählt werden.

Quelle: RP
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