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Stadt Willich
Prächtiger Einstieg in den Saalkarneval

Stadt Willich: Prächtiger Einstieg in den Saalkarneval
Die Willicher Prinzengarde feiert einen närrischen Geburtstag: vier mal elf Jahre. Dazu kamen 20 Garden aus der Nachbarschaft nach Neersen. FOTO: KAISER
Stadt Willich. "Das geht unter die Haut", dies sang gerade das Bocholter Prinzenpaar, Thomas I. und Steffi II. im Wahlefeldsaal. Stimmung und Begeisterung stundenlang: weit über 20 Garden und Spielmannszüge schauten dort größtenteils mit den Tollitäten vorbei. Die vielköpfige Prinzengarde Willich hatte zu ihrem 38. Prinzenbiwak eingeladen. Es war ein prächtiger und farbenfroher Einstieg in den Saalkarneval. Von Willi Schöfer

Auch wenn das Heimspiel der Prinzengarde wegen der für dieses Großereignis fehlenden Räumlichkeiten in Alt-Willich nach Neersen verlegt werden musste, steuerten die Busse mit ihrer jecken Fracht zielsicher den Wahlefeldsaal in Neersen an. Soeben waren etwa 60 Narrhalasen aus Ratheim mit ihrem Dreigestirn angekommen. Prinz Willi II., Bauer Armin und Jungfrau "Uwije" standen kurz darauf mit Zepter, Dreschflegel und Spiegel auf der Bühne. Wer ist die Schönste im ganzen Land? Der Moderator des Biwaks, Prinzengarde-Vorsitzender Frank Schreiber, hatte sich schnell seine Favoritin ausgeguckt: es war die Jungfrau alias Uwe Tenzer.

Getanzt wurde natürlich auch, so von Marketenderinnen, Musketieren oder gelb-blauen oder weiß-roten Funken. Dabei wurden gleich auf der Bühne zahlreiche Glückwünsche übermittelt. Denn die Willicher Prinzengarde gibt es seit nunmehr vier mal elf Jahren. Die Jubiläumsgarde selbst zeichnete Tänzerin Kerstin Klang für 22-jähriges aktives Mittun aus. Sie erhielt den silbernen Gardestern. Der Bronzestern für 11-jähriges Engagement erhielten Nina Wilzer, Detlev Nicola und Franz Megens. Und noch jemand freute sich über die bronzene Auszeichnung: die Willicher Kinderprinzessin Kim I. (Jörgens). Sie ist zwar erst elf Jahre alt. Aber ihre Mutter hatte sie gleich nach der Geburt im März 2004 angemeldet. Gemeinsam mit der blau-weißen Nachwuchsgarde bekam auch sie mit ihren Ministern Laura und Bastian viel Beifall.

Links vor der Bühne war so eine Art Thron aufgebaut. Von da aus hatte der Willicher Stadtprinz Uwe I. (Arndt) gemeinsam mit seinen Ministerinnen der Finanzen und Orden, Andrea Hasenbeck und Jennifer Germes, den besten Überblick. Die Ministerin der Orden, Jennifer, hatte jede Menge des blitzenden Jubiläums-Metalls mitgebracht.

Das Mönchengladbacher Prinzenpaar fühlte sich genauso wohl wie etliche andere Gesellschaften, so aus Krefeld, Eicken oder Gellep-Stratum. Leider ohne Prinz war die Prinzengarde St.Tönis mit dem Karnevalskomitee gekommen. Es gibt diesmal keins. Zumindest waren zwei des Tönisvorster Dreigstirns aus der Session 2014 mittendrin: der damalige Prinz Karl-Heinz Lessenich mit Jungfrau Helma I. (Helmut Krohnen).

Für die Technik und den richtigen Sound sorgte mit seiner Crew "Torfmöps"-Geschäftsführer Gerd Fröbel. Durchhaltvermögen, auch was das Bützen und die große Gratulationscour anging, bewies bis zuletzt Frank Schreiber. Die Willicher Prinzengarde brachte den wohl größten ihrer insgesamt 90 Auftritte souverän über die Bühne.

Quelle: RP
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