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Stadt Willich
Raser auf der Neersener Straße waren Thema

Stadt Willich. Die Willicher Verwaltung soll das Thema noch einmal und mit möglichst viel Rücksichtnahme auf die Anliegen der Anwohner an der Neersener Straße bearbeiten - so zusammengefasst die Entscheidung des Willicher Planungsausschusses zum Thema "Verkehrssituation auf der Neersener Straße" in Anrath. Von Nadia Joppen

Der Hintergrund: Die Anwohner kritisieren, dass Autofahrer auf der Neersener Straße, die nach dem Ende der Ortskernsanierung wieder für den Verkehr freigegeben ist, gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung verstoßen, Lkw das Durchfahrverbot missachten und die Bürgersteige zum Teil so schmal und mit Pollern abgegrenzt sind, dass Fußgänger mit Kinderwagen oder Rollator auf die Fahrbahn ausweichen müssen und somit gefährdet sind.

Zu dem Thema gibt es Bürgerschreiben sowie einen Antrag der SPD. In der Sitzung des Planungsausschusses schilderte Friedel Kluth, die Bürger hätten einen vierseitigen Brief aus dem zuständigen Geschäftsbereich erhalten, in dem aufgeführt sei, "was nicht geht". Die Auffassung der Verwaltung, es bestehe keine Gefahr für die Nachbarn, widerspreche den Beobachtungen derselben. Erschwerend komme hinzu, dass sich an der Neersener Straße das Behinderten-Wohnheim Haus Anrode, das Gymnasium und die Albert-Schweitzer-Grundschule mit dem entsprechenden Fußgänger-Aufkommen befinde. Die Bürger fragten an, ob eine bessere Beschilderung oder der Ersatz der verblassten Straßenschilder, Warnfiguren, ein Zebrastreifen an der Fußgänger-Querung, eine zusätzliche Kennzeichnung auf der Fahrbahn oder etwa eine moderate Fahrbahn-Erhöhung möglich seien, so Kluth.

Die Technische Beigeordnete Martina Stall sagte, der zuständige Mitarbeiter habe die straßenverkehrsrechtlichen Möglichkeiten richtig wiedergegeben, und die Polizei sei bei der Angelegenheit "mit im Boot". Der Planungsausschuss sei eigentlich für straßenverkehrsrechtliche Fragen nicht zuständig, könne aber Aufpflasterungen beschließen. Diese seien bisher in Willich nicht üblich, da sie bei Krankentransporten stören und entsprechend kosten.

Mit den Ausführungen waren weder Dr. Ralf Oerschkes (SPD), Dr. Raimund Berg (Grüne) noch Sascha Faßbender (CDU) zufrieden. Letztlich konnte der Ausschuss allerdings nicht anders, als das Thema wieder zur Bearbeitung an den zuständigen Mitarbeiter in der Verwaltung verweisen - eben mit der Bitte um eine mehr "wohlwollende" Bearbeitung.

Quelle: RP
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