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Stadt Willich
Rathäuser sind fest in Narrenhand

Stadt Willich: Rathäuser sind fest in Narrenhand
Vor dem Schloss Neersen übergab die Stadtspitze um Bürgermeister Josef Heyes den Schlüssel an Stadtprinz Uwe I. und Kinder-Prinzessin Kim I. nebst Gefolge. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Die Jecken aus Willich und Tönisvorst haben gestern in Neersen und St. Tönis das Zepter übernommen. In St. Tönis mussten sie allerdings mit einem Zelt vorliebnehmen.

"Nur die Magie kann helfen", sagte gestern kurz vor der Erstürmung des Neersener Schlosses siegessicher Beigeordneter Willy Kerbusch, der sich wie Bürgermeister Josef Heyes das Zaubergewand übergezogen hatte. Auch die technische Beigeordnete Martina Stall, als Hexe verkleidet, hatte aber keine Chance: Um kurz nach 18.30 Uhr nahmen Stadtprinz Uwe I. und Kinder-Prinzessin Kim I. das Schloss in Besitz.

Vor etwa 200 Zuschauern stießen mit ihrem Rammbock junge Tänzerinnen der Willicher Prinzengarde das Portal auf. Schon am Mittag war der Prinz beim Bürgermeister gewesen, war es zu ersten "Übernahmegesprächen" gekommen. Leider konnte in der Kürze der Zeit der Bürgermeister eine Forderung nicht erfüllen: den Schloss-Innenhof bei der abendlichen Erstürmung zu überdachen. Es regnete nämlich.

Dudelsackpfeifer, Drummer und Fanfaren spielten auf. Auch Kinderprinzessin Kim hatte einen Wunschkatalog mitgebracht. Sie wünschte unter anderem Schneekanonen, damit in den kalten Monaten in den Parks gerodelt werden kann, oder ein Riesenrad für den Bürgermeister, damit er nicht den Überblick verliert. Heyes hatte nichts gegen die Rodelbahnen: "Dann können wir auch mit dem Stadtrat mal so richtig Schlitten fahren ..."

Hans Nielbock führte als Chef des "Festausschusses Willicher Karneval" durch den Trubel. Nach der schnellen Kapitulation ging es zur Siegesfeier in den Wahlefeldsaal. Auch einige Ratsfrauen gingen mit. So Ellen Roidl-Hock, Theresa Stoll oder Marion Teubner-Helten, die sich als Wikinger, Rothaut und "Stern von Willich" kostümiert hatten. Bis zum Aschermittwoch ist jedenfalls Uwe I. der Bürgermeister, seine Adjutantin Anke Klötzing die Beigeordnete und seine Finanzministerin Andrea Hasenbeck die Kämmerin.

(schö)
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