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Stadt Willich
Rotary Club ermöglicht den Austausch

Stadt Willich: Rotary Club ermöglicht den Austausch
Marie, Bailey, Nicole und Pia verstehen sich glänzend. Während Bailey und Nicole für ein Jahr in Deutschland leben, haben sich Marie nach Kanada und Pia nach Ecuador aufgemacht. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Ein Jahr lang in den USA oder Neuseeland leben oder für zwei Wochen nach Stockholm oder Istanbul: Der Willicher Club unterstützt junge Leute dabei, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Von Willi Schöfer

Noch sind die Sommerferien 2016 weit weg. Sie fangen erst wieder am 11. Juli an. Vielleicht ist das dann was für die Zehntklässler: entweder ein Jahr oder auch nur sechs Wochen lang in den USA, in Neuseeland oder in Peru eine "schöpferische Pause" einzulegen oder, wenn man 16 Jahre alt ist, bei einem 14-tägigen Sommercamp das Segeln in Stockholm, das Gleitschirmfliegen in Litauen oder das Fotografieren in Istanbul zu erlernen. Das sind Möglichkeiten, die der Willicher Rotary Club anbietet.

Für den Austausch der Schüler ist schon lange beim Willicher Club Dr. Burkhard Gronwald zuständig. Der in Kaarst praktizierende Zahnarzt wohnt mit seiner Familie am Schiefbahner St.-Sebastian-Weg. Und kürzlich fand dort eine internationale Begegnung statt. Mit dabei die beiden 17-jährigen Nicole Palomina und Bailey Elliot, für die der einjährige Austausch gerade begonnen hat. Nicole aus Lima (Peru) wird zunächst bei den Anrather Eheleuten Uschi und Matthias Krebs wohnen, Nicole aus Newcastle (Kanada) bei Dorothee und Burkhard Gronwald.

Ihre Kinder, Marie Krebs (16) und die gleichaltrige Pia Gronwald, waren natürlich auch da, sind inzwischen aber schon in weiter Ferne: Marie ist ins kanadische Strathroy aufgebrochen, Pia fünf Tage später zu ihrer ersten Gastfamilie nach Cuenca (Ecuador). Beide werden ebenfalls ein Jahr lan weg sein.

"Etwas nervös bin ich schon, ich schlafe ziemlich unruhig", sagt Marie Krebs, die gerade den Realschulabschluss in der Tasche hat und ab dem Schuljahr 2016/17 ihr Abi an der Viersener Gesamtschule machen möchte. Sie hat schon seit Längerem per Internet den Kontakt zu ihrer ersten Familie, Nancy und Rob Giles, aufgenommen und auch schon die Gastgeschenke gekauft: Bierkrug, Kochbuch und für die 16-jährige Gastschwester Mya einen Schlüsselanhänger und etwas Süßes. Sie wird in Cuenca zur Schule gehen, will dort auch einmal Feldhockey ausprobieren.

Aufgeregt ist Pia Gronwald natürlich ebenso. Auch sie hat bereits Verbindung mit ihrer neuen "Familie auf Zeit", Alfredo Fernandez de Corduva und Tania Arteaga. Pia hatte sich deshalb für Ecuador entschieden, weil ihr die Präsentation des Landes bei einer Rotary-Infoveranstaltung sehr gut gefallen habe. Neuseeland und Argentinien waren noch in ihrer engeren Auswahl gewesen. Sie, die die Klasse Zehn des St.-Bernhard-Gymnasiums abgeschlossen hat, möchte in Südamerika ihre Spanischkenntnisse verbessern und viel Sport treiben.

Der Willicher Rotary Club ermöglicht seit Langem diesen Jahres-Austausch, hat dafür im Jahr zwei bis drei Plätze frei und gibt den Austausch-Schülern ein monatliches Taschengeld von 100 Euro dazu. Den Rest müssen die Eltern zahlen. Bei Pia sind dies 1400 Euro für den Flug, für Kranken- und Haftpflichtversicherung 500 Euro, Visa-Gebühren 100 und eine Service-Pauschale von 500 Euro. Außerdem bietet der Club in dem jeweiligen Land fünf einwöchige Touren an, die jeweils 400 Euro kosten.

Der Kurzaustausch von sechs Wochen wird ebenfalls in den Ferienzeiten angeboten. Gerade davon zurück sind die beiden 16-jährigen Christina Hölsken (Willich) und Christina Pribliczki (Schiefbahn). Und die 14-tägigen Camps (Mindestalter: 16 Jahre) werden in den Sommermonaten durchgeführt. Etwa 75 solcher Camps gibt es in Europa.

Quelle: RP
 
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