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Stadt Willich
Sabine Neumann steht jetzt an der Spitze der Willicher Tafel

Stadt Willich. An der Spitze der Willicher Tafel hat es einige personelle Veränderungen gegeben.

Den bei der Jahresversammlung anwesenden 27 Mitgliedern war bereits bekannt, dass der seit zwei Jahren amtierende Vorsitzende Hermann Jüngst wegen eines Wohnortwechsels nicht mehr neu kandidieren würde und sich auch andere Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Wahl stellten - der zweite Vorsitzende Rolf Bauer, Kassenwartin Barbara Krahn und Schriftführerin Petra Lopez.

Nach acht beziehungsweise zehn Jahren ehrenamtlicher Vorstandsarbeit sahen die Betreffenden es nun als an der Zeit, die Verantwortung in neue Hände zu legen, um neuen Ideen und Impulsen Raum zu geben. Bereits im Herbst hatten sich die ausscheidenden Vorstandsmitglieder auf die Suche nach geeigneten Nachfolgern gemacht, indem sie sich mit dem Freiwilligenzentrum (FWZ) in Verbindung setzten und auch intern Vereinskollegen um Mitarbeit baten. Diese Suche trug Früchte, und so konnte Hermann Jüngst als Kandidatin für den Vorsitz Sabine Neumann aus Neersen vorstellen, die über das FWZ den Weg zur Tafel gefunden hatte und sich in den vergangenen Monaten bereits einen Einblick in die Tafelarbeit verschafft hatte. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung votierten die Mitglieder einstimmig für Sabine Neumann als neue Vorsitzende.

Bei der Wahl zum zweiten Vorsitzenden wurde es spannender, doch konnte sich Klaus Dieter Zober schließlich in geheimer Wahl gegen Peter Mingers als Gegenkandidat durchsetzen. Dieser gratulierte Zober anschließend zur erfolgreichen Wahl. Gabriele Blohm übernimmt den Posten der Kassenwartin, sie ist bereits seit vielen Jahren bei der Willicher Tafel aktiv und wurde einstimmig gewählt. Ebenfalls einstimmig gewählt wurde die Beisitzerin Brigitte Logiewa, die sich wie bisher um die Hygienebelange kümmern wird. Die Position der Schriftführung bleibt indes vakant, doch das neue Vorstandsteam ist zuversichtlich, in Zukunft jemanden für diese Aufgabe zu finden.

Laut aktuellem Geschäftsbericht wurden im vergangenen Jahr 498 Haushalte aus 38 Ländern von der Willicher Tafel unterstützt (674 Erwachsene und 413 Kinder). Der Anstieg der Asylbewerber stieg von 27,7 auf 34 Prozent, die Bezieher von Hartz IV bilden mit 41 Prozent die größte Kundengruppe. Hermann Jüngst dankte den ehrenamtlichen Mitarbeitern, den vielen regelmäßigen Lieferanten und Sponsoren, ohne deren Unterstützung die Tafelarbeit nicht erfolgreich möglich wäre. Die unsichere Situation der Flüchtlingszahlen stelle die Tafel weiter vor große Herausforderungen, doch man gehe davon aus, dass auch 2016 die Arbeit in gewohnter Qualität und Umfang weiter geführt werden könne.

(msc)
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