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Stadt Willich
Sanierungen in "De Bütt" und an Schulen kosten viel

Stadt Willich. Die Mitglieder des Willicher Betriebsausschusses haben die Wirtschaftspläne 2017 für den städtischen Eigenbetrieb Objekt und Wohnungsbau (OWB) und für den Abwasserbetrieb einstimmig genehmigt. OWB-Betriebsleiter Joachim Stukenberg erwartet einen Gewinn von 3500 Euro - weniger als in den Vorjahren, aber auch begründet durch höhere Ausgaben. Unter anderem sind 2017 Renovierungsarbeiten im Schwimmbad "De Bütt" und in der angeschlossenen Sauna geplant, dazu die Sanierung der Toilettenanlagen an der Grundschule Willicher Heide. Neu gebaut werden unter anderem der Kindergarten Traumland, mehrere Häuser für die neu in Willich angekommenen Flüchtlinge, dazu wird das Feuerwehrgerätehaus in Willich erweitert und die Johannesschule für die Nutzung als Standort der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule umgebaut.

Grundsätzlich leide die Arbeit darunter, dass dem Betrieb 2,5 Mitarbeiter fehlen, so Stukenberg - dagegen stehen zusätzliche Aufgaben in der Gebäude-Betreuung: So sieht die Trinkwasser-Verordnung vermehrte Wasserproben in städtischen Gebäuden vor, oder Schulen müssen dahingehend umgebaut werden, dass sie gegen einen Amoklauf abgesichert sind. Auch die grundsätzliche Verbesserung der Schulen über das Programm "Schule 2020" müsse umgesetzt werden. Den Mitarbeiter-Mangel bestätigte Kämmerer Willy Kerbusch.

Andreas Hans, der Leiter des Abwasserbetriebs, erwartet ein Jahresergebnis von 1,5 Millionen Euro. Es gibt allerdings in seinem Arbeitsbereich auch Probleme: So gibt es einen politischen Beschluss, dass die Regenrückhaltebecken entschlammt werden sollen, damit sie wieder ihr ursprüngliches Fassungsvermögen erhalten. Das lässt sich aber noch nicht umsetzen, weil eine Infrastruktur-Grundvoraussetzung - der Bau einer Halle - trotz mehrerer Ausschreibungen noch nicht realisiert werden konnte. Er habe sich bei anderen Kommunen und Verbänden erkundigt - diesen gehe es genauso wie Willich, so Hans. Dazu hat der Abwasserbetrieb ein Mammutprojekt zu stemmen: Die Schmutzwasser-Kanäle müssen saniert werden - beim jetzigen Stand und ohne einen neuen Schaden würden die Arbeiten bis 2043 dauern, so Hans. Weiteres Problem: Es gibt auf dem Arbeitsmarkt keine qualifizierten Bewerber für die Stellen, die zur Bewältigung der Aufgaben notwendig wären.

In diesem Zusammenhang diskutierten die Ausschussmitglieder auch über eine Antrag der Grünen: Diese hatten je eine zusätzliche Stelle für 2017 und 2018 und deutlich mehr Geld für die Sanierung der Schmutzwasser-Kanäle beantragt. Die Politiker stimmten einstimmig dafür - allerdings muss der Ausschuss für Abgaben, Gebühren und Satzungen noch zustimmen. Er tagt wieder am kommenden Mittwoch, 30. November, und berät über die Gebührenordnungen in der Stadt für das nächste Jahr.

(djm)
 
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