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Stadt Willich
Schiefbahn hat sich bestens in Szene gesetzt

Stadt Willich: Schiefbahn hat sich bestens in Szene gesetzt
Stelzenläufer wie hier mischten sich immer wieder unter die Besucher des Stadtfestes. Allerdings erlebten Aussteller wie Besucher ein Wechselspiel des Wetters: Mal gab es Regen, mal schien die Sonne. FOTO: ACHIM HÜSKES
Stadt Willich. Die Werbegemeinschaft lud gestern wieder zu "Mein Fest" in den Ortskern - und viele machten mit. Auch das Wetter konnte der guten Laune nichts anhaben. Viele Besucher feierten auch die 50-jährige Städtepartnerschaft mit Linselles. Von Willi Schöfer

Unterwegs im Ortskern von Schiefbahn traf man lustig dreinschauende Mäuse in Menschengröße, bunte Ringelschlingel-Stelzenläufer, Musikanten oder Jünni, das Maskottchen von Borussia Mönchengladbach. Für das Auge und für jeden Geschmack war etwas dabei, als die Werbegemeinschaft gestern ihr "Mein Fest" im Schiefbahner Zentrum veranstaltete. Die Mühen lohnten allemal; am Nachmittag ließ sich sogar die Sonne blicken.

Der kurze Platzregen am Mittag konnte das Fest nicht sonderlich beeinflussen. Einmal mehr hatte sich die von Rainer Höppner angeführte Gemeinschaft ein buntes Programm für Jung und Alt ausgedacht. Angefangen von 54 Spielstationen für die Kinder, vom Blumentopf-Bemalen bis zum Fotoshooting, bis hin zu bequemen Gartenmöbeln oder XXL-Hängematten für die ältere Generation. Gleich auf zwei Bühnen gab es ein Non-Stop-Programm. Auf der einen, auf der Schulstraße, begegneten sich unter anderem Judokas, die Clownin Paulin oder der Chor "Frauenpower", auf der anderen, auf dem Hubertusplatz, war beispielsweise die Jongliergruppe "Wirbelwind" in Aktion, spielte die Band "Beats `n Candy" oder konnte am Abend das Deutschland-Spiel live verfolgt werden.

Am verkaufsoffenen Sonntag gab es internationale Angebote und Gerichte. Und vor allem wurde oft französisch gesprochen. Denn parallel zum Fest feierten die Städte Willich und Linselles ihre 50-jährige Freundschaft. Schon am Tag zuvor gab die Linseller Philharmonie ein Konzert in der Kulturhalle, fand abends in der Mensa des St. Bernhard Gymnasiums ein Festakt statt, bei dem Willichs Bürgermeister Josef Heyes als auch sein Kollege und Vize-Bürgermeister Yves Lefebvre (für den erkrankten Jaques Remory) die Bedeutung dieser Freundschaft unterstrichen und sich neue Impulse erhofften.

Über 150 Franzosen waren mit dabei. So trafen Fußballer des SC ebenso ihre Freunde wieder wie Feuerwehrmänner oder die "Eintracht"-Sänger. Zu einem späteren Zeitpunkt war diese Partnerschaft auch auf das afrikanische Zogoree ausgedehnt worden. Und am Stand des Fördervereins Willich-Zogoree stand auch der heute 43-jährige in Deutschland arbeitende Zono Salifou. Er hatte damals als Kind in seinem Dorf Rega die Hilfe aus Willich selbst erlebt. Dort war 1987 eine Schule gebaut worden. Zuvor musste der Afrikaner täglich barfuß den acht Kilometer langen Weg zu einer Schule in einem Nachbarort zurück legen.

Zurück zum Fest, zu dem sich im Laufe des Nachmittags immer mehr Menschen sehen ließen: "Es ist schon stark, wie sich dieser Ort immer wieder in Szene setzt", sagte selbst Markus Ottersbach, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes der Region Krefeld, Kempen, Viersen. Vereine, Kinderschutzbund, Händler, Parteien und die Feuerwehr gehörten mit zu den Aktivposten. Und auch Schulen: So zeigte die Hubertusschule Ausschnitte aus dem Musical "Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde", während einige Mütter der Kinder Gelees oder Marmelade für das grüne Klassenzimmer verkauften. Passend zur EM gab es auch einen Gelee in Deutschland-Farben, mit Pfirsich, Erdbeeren und schwarzen Johannisbeeren. Es wurde nach Herzenslust gefeiert, geshoppt und geklönt oder auf einer großen Pirateninsel getobt. Es entstanden neue Kontakte, auch was die Freundschaft zu Linselles betrifft. Denn auch Judokas waren nach Schiefbahn gekommen, nahmen mit den Vereinen ersten Kontakt auf. "Daraus könnte was entstehen", sagte der Judo-Abteilungsleiter des DJK/VfL Willich, Thomas Rips. Die Schiefbahner Werbegemeinschaft macht weiter: "Heimatshoppen" am 9. und 10. September und am 6. November mit dem Herbstfest.

Quelle: RP
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