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Stadt Willich
Schiefbahn wie es singt und lacht

Stadt Willich: Schiefbahn wie es singt und lacht
Das 49. KJG-Prinzenpaar Carina Wolf und Benjamin Rutz machte auf der Bühne eine gute Figur. Beide Sitzungen der KJG Schiefbahn in der Kulturhalle waren restlos ausverkauft. FOTO: WOLFGANG KAISER
Stadt Willich. Der Elferrat zog bauchfrei als Samba-Tanzgruppe in die Kulturhalle ein. Beide Sitzungen der katholischen Jungen Gemeinde waren restlos ausverkauft, mit eigenen Kräften wurde hausgemachter Karneval mit viel Lokalkolorit geboten. Von Willi Schöfer

Wenn sich Flimmflämmkes oder Gänsejonges begegnen, acht Barbies bei ihren Showtänzen auch ihren Ken (Oliver Stocker) mitmachen ließen, muss eine besondere Zeit angebrochen sein. Richtig, das vielköpfige Karnevalsteam der katholischen jungen Gemeinde (KJG) Schiefbahn ließ ihre Jecken bei den gleich zwei Sitzungen in der jedes Mal restlos besetzten Kulturhalle los.

Bei dem Trubel, der gleich zu Beginn mit dem Tambour-und Fanfarencorps "Gut Schlag" Fahrt aufnahm, durfte natürlich das 49. KJG-Prinzenpaar nicht fehlen. Selbst die Eltern der beiden Tollitäten wussten bei der ersten Sitzung nicht, dass es sich um ihre Kinder handelt. Insbesondere die 28-jährige Carina Wolf erfüllte sich dabei einen Kindheitstraum. Sie hatte ihren Freund und Borussen-Fan Benjamin Rutz zur Prinzenrolle überredet.

Carina Wolf ist ein echtes KJG-Urgestein, macht unter anderem im Karnevalsteam mit, hat 17-jährige Bühnenerfahrung, trat unter anderem lange Zeit mit als "Ladykracher" auf. Diesmal krachten andere auf die Bühnenbretter. So knarrte es gleich zu Beginn gewaltig, als der von Matthias Kaulen (25) angeführte Elferrat erst einmal als bauchfreie Sambatänzer einzog. Indes war aus Max Engels ein "Leichtgewicht" geworden. Er hatte tatsächlich etwa 30 Kilogramm abgespeckt. Weitere Pfunde dürften an den zwei Abenden noch runter gegangen sein. Denn Max Engels hatte in den Gruppen "The Future", "High Five" und bei den "Gänsejonges" gleich mehrere Auftritte. Die Gänsejonges nahmen in ihren Sketchen natürlich auch die ungeliebten Willicher aufs Korn. Ein Beispiel, bitte sehr: Zu einer Zeit, als auf den Schiefbahner Straßen noch Schnee lag, regte sich ein Porschefahrer aus Willich darüber auf, dass vor ihm ein Laster seine Ladung verlor. Auf die Idee, dass gerade ein Streuwagen seine Arbeit verrichtete, war der Willicher nicht gekommen...

Heimatverbunden waren ferner Marcel Gather und Mirco Schreiber. Die beiden Schiefbahn-Liebhaber hatten bei einem DSDS-Event der "Schiefbahner Jonges" das Borussen-Lied entsprechend umgeschrieben: "Ich schwöre Stein und Bein auf das Dorf am Niederrhein..." Auch das neue Schiefbahner Königspaar, Angie und Frank Göllner, sang mit. So manche Ton-Probleme zum Auftakt waren schnell vergessen. Der 16-jährige Noah Sobiech, wieder als "Bademeister Jupp" unterwegs, fühlte sich in der Bütt ebenso wohl wie der Flatters-Clan und die urige und bekloppte Familie Schwakowiak. Die neue Formation "High Five" hatte sich von der WDR-Serie "Tiere suchen ein Zuhause" inspirieren lassen. Nur, dass sie diesmal Quartiere für besonders geschädigte Schiefbahner Karnevalisten suchte. Vor allem Dirk Reiners hatte es erwischt oder Christoph Wasser, der vergebens versuchte, Unterschlupf bei den hübschen jungen Damen der KJG-Tanzgarde zu bekommen. Bei den flotten Tänzen der acht Mädels tanzten übrigens Miriam Westerfeld und Katrin Sturm das erste Mal mit.

An das Brauchtum im Sommer, das Schützenfest, erinnerten als Weltkugel und als die "Drei Säulen" Aaron Westerfeld, Philipp Klein, Malte Loss und Mirco Schreiber. Sie plädierten für eine ganzjährige Willkommenskultur, praktizierten dies auch untereinander, ließen nämlich den Niederheider Mirco Schreiber mitmachen. Eine schöne Schwarzlicht-Show zeigten die "Flimmflämmkes". Viele Eltern und Großeltern filmten das jecke Treiben.

Quelle: RP
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