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Stadt Willich
Schiefbahner Dreieck ist beschlossene Sache

Stadt Willich. Es wurde noch einmal leidenschaftlich diskutiert, doch am Ende verlief die Abstimmung wie erwartet: Gegen die Stimmen der FDP und der Grünen stimmte der Stadtrat am Donnerstagabend mehrheitlich für den Bebauungsplan des sogenannten Schiefbahner Dreiecks, auf dem 36 Einfamilienhäuser und vier Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. Von Marc Schütz

Vor allem Dr. Raimund Berg von den Grünen machte noch einmal die Bedenken seiner Fraktion deutlich: Aus dem Bebauungsplan gehe die Menge der geplanten Wohneinheiten nicht eindeutig hervor, die vier Meter hohe Lärmschutzwand zur Korschenbroicher Straße sei zu niedrig, um den Lärm abzuhalten, sodass die Häuslebauer an bestimmten Stellen ihrer Häuser keine Fenster vorsehen könnten. Und er habe den Eindruck, dass es primär darum gehe, den großen Kreisverkehr an der Einmündung der Willicher in die Korschenbroicher Straße auf Kosten der Grundstückskäufer zu realisieren. Karl-Heinz Koch von der FDP stimmte ihm zu und fragte: "Ist das bürgerfreundlich?" Zudem gebe es schönere Lagen in Schiefbahn, weshalb er nicht glaube, dass sich der angepeilte Grundstückspreis von 330 Euro pro Quadratmeter realisieren lasse.

Kämmerer Willy Kerbusch versicherte: "Das Projekt ist durchgerechnet. Selbst die schlechteste Variante wird nicht dazu führen, dass der Haushalt kritisch belastet wird." Zudem werde der endgültige Quadratmeterpreis erst noch im Haupt- und Finanzausschuss festgesetzt. Die Technische Beigeordnete Martina Stall stellte klar, dass sich der Lärmschutz durchaus mit doppelverglasten Fenstern realisieren Lasse. Zudem sei ja inzwischen Dreifachverglasung üblich. Die genaue Zahl der Wohneinheiten weise ein Bebauungsplan im Übrigen nie aus, da sich das aufgrund der auch vorgesehenen Mehrfamilienhäuser nicht vorhersagen lasse.

Christian Pakusch zeigte sich zuversichtlich, dass es genügend Käufer geben wird. "Auch heute gibt es Wohngebiete an der Korschenbroicher Straße, und dort gibt es keinen Leerstand." Zudem sei in Willich jedes Baugrundstück ein "Filetstück", da es davon viel zu wenige gebe. Bernd-Dieter Röhrscheid (SPD) sagte, dass Wohnungsbau generell und vor allem Geschosswohnungsbau höher zu gewichten sei als Probleme, "die im verkehrlichen Bereich entstehen können". Gleichwohl sicherte er der Bürgerinitiative Schiefbahner Norden zu, dabei zu helfen, die Verkehrsbelastung in den Griff zu bekommen. "Wir wissen wir zwar noch nicht, wie - aber wir arbeiten dran", so Röhrscheid.

Quelle: RP
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