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Stadt Willich
Schiefbahner Schüler gehen auf Krankenwallfahrt

Stadt Willich. Für acht Schüler der Einführungsstufe des Schiefbahner St.-Bernhard-Gymnasiums wird die Zeit vom 21. bis zum 28. Mai eine ganz besondere sein. Sie begleiten gemeinsam mit den Maltesern eine Krankenwallfahrt nach Lourdes.

"Als Frau Justenhoven das Projekt in unserem Kurs vorgestellt hat, habe ich mich sofort entschieden mitzufahren. Ich denke, an einer solchen Fahrt wächst man selber ein Stück", meint Hannah. Das sieht auch Maximilian so, der sich ebenfalls entschlossen hat, seine Pfingstferien dazu zu nutzen, anderen Menschen zu helfen. Im nunmehr sechsten Jahr organisiert Yvonne Justenhoven die Mitfahrt der jungen Ehrenamtler. "Vor sechs Jahren bin ich von einer Malteserin des Kuratoriums angesprochen worden, ob wir nicht an unserer Schule ein solch soziales Projekt ins Leben rufen wollten", erinnert sich die Lehrerin für Englisch und Latein. Sie sagte spontan Ja und fuhr im ersten Jahr mit vier Schülern mit auf die Krankenwallfahrt, um den Menschen mit Handicap helfend zur Seite zu stehen. Im Jahr darauf waren es schon acht und einmal sogar 17 Schüler.

In diesem Jahr begleitet ihr Kollege Stefan Grips die Fahrt, der, wie er verrät, schon immer einmal mitfahren wollte, aber aufgrund von Schüleraustauschprogrammen bislang nicht konnte. "Es ist eine Erfahrung, die prägt", sagt Michelle. Die 17-Jährige fuhr im vergangenen Jahr mit und war begeistert. Berührungsängste hat es weder auf Seiten der Menschen mit Handicap noch bei den Schülerhelfern gegeben. "Wir sind in den Zug eingestiegen, haben geredet, und irgendwie war alles selbstverständlich. Wo wir helfen konnten, haben wir dies gemacht", erinnert sich Jana. Alle, die bereits mitgefahren sind, sind sich einig, dass es viele ergreifende Momente während der Reise gegeben hat, und auch Tränchen sind geflossen.

Eine Heilige Messe in einer Klosterkirche mit anschließendem Picknick in den Pyrenäen, die Lichterprozession durch den heiligen Bezirk mit Singen vor der Basilika, die Krankensalbung, Lourdes an sich - Erinnerungen gibt es reichlich. "Ich war schon zweimal mit meiner Familie in Lourdes. Diesmal wird es aber etwas ganz anderes für mich sein", ist sich Josefine sicher, die ebenfalls erstmals mitfährt. Aktuell sind noch Plätze für die Krankenwallfahrt, die vom Deutschen Lourdes Verein Köln angeboten wird, frei. Die Kosten liegen bei 600 Euro. Neben den helfenden Schülern betreut ein Team des Malteserordens die Pilger medizinisch und geistlich. Kontakt: St.-Bernhard-Gymnasium, Telefon 02154 95770.

(tre)
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