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Stadt Willich
Schlossgeister-Präsident tritt nicht mehr an

Stadt Willich. Gute Stimmung bei der großen Narrensitzung der Gesellschaft "Schlossgeister". Auch wenn diese nicht ganz ausverkauft war, vergnügten sich die vielen Freundeskreise, Kegelclubs oder Straßengemeinschaften an den Tischen. Die Niersbienen waren ebenso darunter wie einige königliche Piraten. Denn die "Kapeller Jonges" hatten das Klein-Jerusalemer Königspaar Jürgen Bleier und Rosi Hohlfeld mitgebracht.

Im Wahlfeldsaal ging es weiter bei den Auftritten, so von einem "Plätekopp" oder der Samba-Gruppe "Deluxe", königlich zu. Denn inmitten des Elferrats saß der Präsident und zugleich der König der Sebastianer, Jürgen Leipertz. Am Eingang sorgte seine Königin Sabine für den reibungslosen Ablauf.

Und zu vorgerückter Stunde hatte Präsident Jürgen Leipertz etwas zu verkünden: Er werde ab sofort nach 16-jähriger Präsidentschaft vor allem aus beruflichen Gründen nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung stehen. Bis dahin war der Rückzug ein Geheimnis geblieben. "Schlossgeister"-Vorsitzender Detlef Nicola musste dies dann auch erst mal verdauen.

Es begann flott und vergnügt. Als "Manni, der Rocker" brach Manfred Nudsch-Mai schnell das Eis. Er hatte wohl eine schwere Kindheit: "Meine Mutter kam erst direkt nach meiner Geburt ins Krankenhaus, als sich mich gesehen hatte ..." Dennoch schlug sich der Rocker mit seiner Freundin so einigermaßen durchs Leben. Zuletzt hatte seine Freundin einen Job angenommen. Der Rocker erklärte: Sie hatte eine Stelle als Raumpflegerin für das Gebiet Gladbach gefunden. Was aber für ihn ein Rätsel blieb: "Wie sie das schaffen will, die gesamte Stadt zu reinigen ..."

Neben dem Stadtprinz Uwe I. kam natürlich auch die Willicher Prinzengarde vorbei. Und es waren noch weitere Akteure, die man schon lange in Neersen kannte. So ließ Chefin und Trainerin Martina Weuffen erst ihre sechs "Tanzsterne" und später das große Ensemble ihrer Show-Formation "Las Tropicals" bei ihrer groß gefeierten US-Tournee auftreten. Auch dafür war eine Rakete fällig.

"Einer geht noch, einer geht noch rein" - so sorgte die Gladbacher Band "De Rollmöps" für den richtigen Sound. Die Gladbacher freuten sich natürlich auch darüber, dass tags zuvor die Borussen den Bremern fünf Tore ins Netz gelegt hatten.

Sogar eine weibliche Bauchrednerin, Susanne Klodt, schaute mit ihrem frechen "Sir Henry" mal rein. Außerdem als "Traumfrau" Beate Schmitz-Rundholz. Die Krefelderin im Jogging-Anzug und mit Rollator war aber doch etwas von den Traummaßen entfernt, sie fragte: "Was habt ihr zu Weihnachten bekommen? Bei mir war es wieder mal eine neue Kleidergröße."

Die Band "Lautstark" spielte noch auf. Gegen Mitternacht musste der Wahlefeldsaal wieder geräumt werden. Am heutigen Rosenmontag hoffen die "Schlossgeister" darauf, dass ihr Kinder-Karnevalszug (ab 14.11 Uhr) nicht vom Winde verweht wird.

(schö)
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