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Stadt Willich
Schon 400 Interessenten für Baugebiet "Schiefbahner Dreieck"

Stadt Willich. "In der gesamten Stadt Willich gibt es bei uns derzeit etwa 600 Interessierte, die geeignete Grundstücke für sich und/oder ihre Familien suchen, Karteileichen sind nicht darunter", sagt Andrea Thelen, die sich bei der Stadtverwaltung gemeinsam mit Patricia Ohlenforst-Jakobi um die Kontakte mit den Bauwilligen kümmert. Das Problem ist nur, dass es derzeit nur verschwindend geringe Angebote gibt. Es gibt aber jetzt einen "Lichtblick": Die beiden Damen werden am Sonntag, 30. Oktober, die konkreten Baupläne für das "Schiefbahner Dreieck" mitbringen. Wenn im Wahlefeldsaal in Neersen der 6. Willicher Immobilientag stattfindet, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr.

Einige der Aussteller stellten sich jetzt im Technischen Rathaus vor. Einmal mehr hat Rolf Ischerland von seiner Event-Agentur diesen Tag organisiert. Die Zahl der Aussteller ist im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen, diesmal sind es nur sieben. Ischerland erklärte dies vor allem mit dem derzeit fehlenden Angebot und sagte: "Diesmal sind daher auch keine Makler dabei, weil es für viele offenbar nichts zu verkaufen gibt." Etwas traurig ist er darüber, dass diesmal sogar die Immobilen-Abteilung der Sparkasse nicht vertreten ist.

Dennoch hält Ischerland an dem Konzept fest: "Wir machen auch diesmal keine Massenveranstaltung oder eine Baumesse, sondern möchten, dass sich die Zielkundschaft in ruhiger Atmosphäre mit Architekten, Designern, Dienstleistern, Verbraucherschützern oder Finanz-Experten treffen kann." Wovon dann beide Seiten profitieren könnten.

"Ich habe in den vergangenen Jahren ein Umdenken bei der Gestaltung des eigenen Wohnraumes festgestellt", sagte Architektin Christina Hülsers, die seit etwa elf Jahren entwirft und gestaltet. Die Willicherin erläutert: "Man denkt jetzt perspektiver, denkt mehr an Mehrgenerationenhäuser, plant beispielsweise zur Kinderbetreuung zusätzlichen Wohnraum für ein Au Pair-Mädchen oder für die Eltern oder einen Elternteil mit ein." Und Rolf Ischerland, der im Jahr viele solcher Events organisiert, stellte fest: "Heutzutage trennen sich die älteren Herrschaften viel eher von ihrer in die Jahre gekommenen Immobilie, wollen etwas Ebenerdiges und Barrierefreies, wenn möglich in unmittelbarer Nähe der Ortszentren."

Neben Christina Hülsers wird erneut Finanzberater Norbert Puhane beim Immobilientag dabei sein. Puhane hat eine mehr als 20-jährige Erfahrung als Banker und Finanzierungsvermittler. Er empfiehlt den neuen Häuslebauer, angesprochen auf das nach wie vor niedrige Zins-Niveau: "Nehmen Sie jetzt Darlehen mit einer langen Laufzeit, wenn möglich über 25 oder 30 Jahre auf, das ist möglich - und danach sollte das Darlehen komplett getilgt sein." Erstmals kommen zum Immobilientag Ute Jaschke und Eva-Maria Burchard von ihrem relativ jungen Düsseldorfer Unternehmen "Senioren Wohnwechsel". Die Firma hilft, die neue passende Wohnform für Senioren zu finden, erledigt die gesamte Organisation des Umzuges bis zu der Renovierung und dem Verkauf der alten Immobilie. Kommen werden am 30. Oktober neben Mitarbeiter der Postbank-Immobilien auch Verbraucherschützer, die unter anderem Tipps zur Senkung der Energiekosten geben wollen.

Zurück zum Baugebiet "Schiefbahner Dreieck" mit. Alleine hierfür haben sich schon etwa 400 in die Liste der Interessenten eingetragen. Etwa 75 bis 80 Wohneinheiten könnten dort ab 2017 entstehen. Die Kaufpreise liegen je nach Lage zwischen 295 und 330 Euro je Quadratmeter. Und es gibt es dabei auch das sogenannte "Vergabeverfahren". Heißt ein Punkteschema, bei dem unter anderem berücksichtigt wird, ob die Interessierten aus Willich kommen oder in Willich arbeiten, Kinder haben oder sich schon jahrelang ergebnislos um ein eigenes Haus in Willich bemüht worden ist.

(schö)
 
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