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Stadt Willich
Schottische Klänge beim Frühschoppen an der Niers

Stadt Willich: Schottische Klänge beim Frühschoppen an der Niers
Immer an der Niers lang: Für die kleinen und die großen Schützen ist die Parade am Grenzweg mit viel Lauferei verbunden. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. In diesem Jahr wird das Königshaus am Grenzweg von der Gruppe Mac Alt gestellt - demzufolge gab es an der Niers schottische Klänge. Von Nadia Joppen

Ein Dudelsackspieler am Samstag und die White Hackle Pipes and Drums Band am Sonntag beim Frühschoppen im Zelt - das Schützenfest 2017 der St.-Konrad-Schützengilde am Grenzweg hatte etliche schottische Ausprägungen. Das ist kein Wunder, wird doch das Königshaus um Rene Recken und Königin Katja Terkatz komplett von der Gruppe MacAlt gestellt: Auch die Minister Manolo Fernandez Cardero und Frank Fippinger tragen "normalerweise" Kilt.

Die Schützen feierten am Grenzweg ein gelungenes Fest. Schon am Freitagabend war das Zelt gut gefüllt, und die Besucher erlebten eine Überraschung: Vorband war an dem Abend eine - noch namenlose? - Band, die aus jungen Leuten bestand, die alle am Grenzweg wohnen, berichtete Pressewart Hans-Josef Ronken. Danach sorgte die Band "Remington Steal" aus Krefeld für gute Stimmung - die Band covert alle Hits aus den 80ern. Auch in dieser Band gibt es einen "Grenzweger": Rainer Kammann (MacAlt) spielt mit. Schützen und Besucher feierten fröhlich bis nach Mitternacht.

Am Samstagnachmittag wurde dann König Rene Recken offiziell in sein Amt eingeführt. Danach erinnerten die Schützen an die verstorbenen Mitglieder und Nachbarn am Grenzweg und hielten die erste Parade der Festtage ab. Beim Königs-Galaball mit der Band "PikAs" im Zelt präsentierte das Königshaus zum ersten Mal einen Königsoffizier: Rainer Kammann kümmerte sich um einen stilvollen Auftritt des Königshauses und vor dem Königshaus. Im Zelt konnten die Grenzweg-Schützen viele Besucher begrüßen - die weiteste Anreise hatte eine Abordnung der Schützen aus Brempt, die mit Königshaus vom Hariksee an die Niers kamen. Der Überraschungsauftritt des Abends gelang den "Weißen Husaren" der St.-Josef- und St.-Gereon-Bruderschaft aus Viersen: Sie kamen im grün-weißen Kilt - das Outfit hatten sich die Schützen in Schottland bestellt. Weitere musikalische Überraschung war der Auftritt des Dudelsackspielers Tobias Hölters, der von Sängerin Jana Meskes begleitet wurde - Songs wie "Amazing Grace" sorgten für den Gänsehaut-Faktor im Zelt. Auch der Ball war gut besucht, und die gute Stimmung hielt bis zum Ende.

Zum Schützenfest-Sonntag mussten die Gilde-Mitglieder und ihre Gäste früh aufstehen und lauffreudig sein: Kurz nach 9 Uhr begann der erste Teil des Umzugs entlang des Grenzweges - und wer die Örtlichkeit kennt, weiß, dass das etliche Kilometer Laufweg bedeutet. Bei der Parade begrüßte Ehrenpräsident Gerd Zenses, der den erkrankten Präsidenten Jürgen Latzke vertrat, unter anderem Keiko Inadome als Vertreterin ihres Mannes Yazuo: Die Inadomes besuchen seit 25 Jahren jeden Sonntag die Parade. Viel zu tun hatten die Offiziere - sie mussten knapp 500 Schützen und Musiker in Reih und Glied bringen, "das ist eine reichliche Menge", freute sich Ronken in seiner Funktion als Oberleutnant über den Zuspruch. Niedlich anzusehen war der "jüngste Schotte": Der 18 Monate Elias, Sohn von Jörg Thorissen (MacAlt) lief bereits im Kilt durch die Leute - nach der Parade war der Kleine aber "stehend k. o." und schlief im Bollerwagen. Nach der Parade ging es zu den Ehrungen, zum Großen Zapfenstreich und zum Frühschoppen in das Festzelt.

Heute geht das Schützenfest mit der Grenzweg-Gaudi weiter: Um 14 Uhr stürmen die Königsburg - das dürfte eine lustige und matschige Angelegenheit werden, erwartet Ronken: "Die Burg ist massiv - da werden wir ein Problemchen kriegen."

Quelle: RP
 
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