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Stadt Willich
Schüler checken in Unternehmen ein

Stadt Willich: Schüler checken in Unternehmen ein
Gabriele Kuller von der Firma Xaver Schmid und Auszubildender Stanislav Kauter (3.v.r.) kümmerten sich um die Schüler Fabian (l.), Milad (2.v.r.) und Mehrdad (r.), die das Unternehmen im Rahmen von "Check In" besuchten. FOTO: Bianca Treffer
Stadt Willich. Einmal in Ausbildungsberufe hineinschnuppern und Unternehmen kennenlernen - beim "Check In Day" nutzten etliche Schüler das Angebot. Gut vorbereitete Unternehmen freuten sich über wirkliches Interesse der Besucher. Von Bianca Treffer

Schon von außen verkündet es ein großes Plakat. Die Firma Xaver Schmid in Willich nimmt am "Check In Day" teil. Wer eintritt, muss sich nicht mühselig durchfragen, sondern wird dank entsprechender Schilder direkt weitergeleitet und landet bei Gabriele Kuller. Die Mitarbeiterin des Mercedes-Autohauses ist für die kaufmännische Ausbildung im Unternehmen zuständig, kennt sich aber auch mit dem gewerblichen Part aus. "Wir bieten insgesamt vier Ausbildungsberufe an. Dazu gehören der Mechatroniker, die Fachkraft für Lagerlogistik, der Automobil- und der Bürokaufmann", informiert sie die drei jungen Männer, die sich gerade eingefunden haben.

Es folgen erste Erklärungen zum Bewerbungsverfahren, denn bei Xaver Schmid läuft es etwas anders. Wer sich dort bewirbt, wird nämlich zu einer Woche Praktikum eingeladen. Die Vorteile liegen auf der Hand: "Wir lernen die möglichen Azubis kennen, und sie lernen uns und das Unternehmen kennen. Schließlich muss die Chemie auch stimmen, wenn eine Ausbildung im Wunschberuf gestartet werden soll", sagt Kuller. Etwas, das alle drei Besucher gut finden. Wobei es für Mehrdad und Milad, die beiden 17-jährigen Zwillinge, der erste Besuch in Sachen "Check In" ist. "Wir gehen beide zum Michael-Ende-Gymnasium und haben dort von der Möglichkeit erfahren, ohne sich vorher anmelden zu müssen, in ein Unternehmen hineinschnuppern zu können", sagt Mehrdad, der sich wie sein Bruder für die Ausbildung zum Mechatroniker interessiert.

Der 18-Jährige Fabian, der ebenfalls das Michael-Ende-Gymnasium in St. Tönis besucht, hat das insgesamt viertägige Angebot hingegen schon intensiver genutzt. Nicht nur im Kreis Viersen öffnen nämlich Firmen ihre Türen, sondern auch im Rhein-Kreis Neuss sowie in den Städten Krefeld und Mönchengladbach. "Die ,Check In Days' ermöglichen mir einen wirklich guten Einblick. Man kann spontan die Unternehmen besuchen und muss sich nicht anmelden. Ich finde das sehr gut", sagt der 18-Jährige. Er interessiert sich für technische Berufe und duale Studiengänge in diesem Bereich.

Bei Xaver Schmid macht man zum vierten Mal mit. "Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem "Check In Day" gemacht. Vor dem Hintergrund, dass es rein freiwillig ist, kommen wirklich interessierte Schüler. Wir hatten schon mehrmals im Nachgang Bewerbungen und konnten so gute Azubis gewinnen", sagt Kuller.

Auch Josef Hiller vom Schiefbahner Restaurant und Brasserie Kaiserhof steht voll und ganz hinter dem Angebot. "Es ist in der Gastronomie generell wichtig, dass wir uns als Berufsstand vorstellen. Egal, wer letztendlich über "Check In" gute Azubis gewinnen kann, es ist von zentraler Bedeutung, dass wir mitmachen", betont Hiller. Er selber verzeichnete 20 Schüler, die sich für die Berufe Restaurant- und Hotelfachfrau sowie Koch interessierten. Das Schiefbahner Unternehmen stellte dabei auch die kleine Ausbildungsmöglichkeit, die Fachkraft für Gastronomie, vor. Sie läuft über zwei Jahre, wobei sich bei Wunsch des Azubis ein drittes Jahr Ausbildung anschließen kann. So erhalten junge Menschen, deren schulische Leistungen nicht überragend sind, ebenfalls die Möglichkeit, durch eine solide Ausbildung im Berufsleben Fuß zu fassen.

Einen erfolgreichen Check In Day verbuchten auch die Stadtwerke Willich, die zum dritten Mal dabei waren. Zehn Schüler erkundeten den Multimediaraum, der sich in eine kleine Messehalle verwandelt hatte. Wobei die Azubis, die den Tag vorbereitet hatten, ihre Ausbildungsberufe persönlich vorstellten. Erfolg in Form einer späteren Auszubildenden brachte der "Check In" bei den Stadtwerken ebenfalls schon mit sich.

Quelle: RP
 
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