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Stadt Kempen
Schüler lernen, wie Wirtschaft funktioniert

Stadt Kempen: Schüler lernen, wie Wirtschaft funktioniert
Stefan Koblenz (hinten) und Thomas Janzen von der Sparkasse erklären den Neuntklässlern, wie Geldgeschäfte genau funktionieren. FOTO: wolfgang kaiser
Stadt Kempen. Wirtschaftserziehung hat einen großen Stellenwert am Gymnasium Thomaeum. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Sparkasse ging es jetzt um das Thema Girokonto. Von Bianca Treffer

Auf die Frage von Thomas Janz, wer denn schon ein Girokonto habe, gehen gleich 23 Schülerhände nach oben. Das löst einen erstaunten Blick bei dem Mitarbeiter der Sparkasse Krefeld-Kreis Viersen aus, denn es handelt sich um die gesamte Klasse 9 c des Kempener Gymnasiums Thomaeum, die diese Frage mit einem eindeutigen Ja beantwortet hat. Obwohl der Hintergrund für Janz sowie seinen Kollegen Stefan Koblenz eigentlich klar ist. Wer nämlich die Mensa des Gymnasiums nutzt, braucht ein Girokonto, damit die entsprechenden automatischen Abbuchungen über das moderne Bezahlsystem fürs Essen laufen können. Und damit sind die beiden Sparkassen-Dozenten auch schon mitten im Thema, das an diesem Schulvormittag für 90 Minuten eine Unterrichtseinheit bildet. Zwei Schulstunden lang dreht sich alles um das Girokonto und den damit einhergehenden bargeldlosen Zahlungsverkehr.

Vor dem Hintergrund, dass das Thomaeum seit Jahren eine Schulpatenschaft mit dem Geldinstitut hat, gehören regelmäßige Vorträge zum Unterricht. "Die Sparkasse ist uns nicht nur ein wichtiger Partner in Sachen Berufsorientierung, sondern auch im Bereich Wirtschaftserziehung", sagt Klassenlehrer Florian Erdmann. Ein Girokonto ist heutzutage die Grundlage und Voraussetzung für die Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr und damit auch am öffentlichen Leben ist. Für Miete, Einkommen, Strom, Telefon und dergleichen ist die bargeldlose Zahlung meist unerlässlich. Entsprechendes Wissen in diesem Bereich zu haben, ist unabdingbar. Bei der Klasse 9 c stellt sich schnell heraus, dass zwar alle ein solches Konto besitzen, aber noch längst nicht alle mit der Bedeutung und dem Nutzen vertraut sind. "Ich habe das Girokonto zwar seit der fünften Klasse, aber ich benutze es nur für die Mensa. Dafür habe ich es damals bekommen", sagt die 15-jährige Lea. Das ist auch bei dem gleichaltrigen Bleron der Fall, wobei er mittlerweile auch sein Taschengeld auf diesem Weg bezieht und mit der Karte einkaufen geht.

Was genau ein Girokonto ist und welche Möglichkeiten es bietet, das erarbeiten die beiden Dozenten gemeinsam mit den Gymnasiasten - angefangen von der Eröffnung und den Vorteilen im täglichen Leben bis hin zu den Konto-Karten an sich und dem Online-Banking. Was ist eine Überweisung? Wie unterscheidet sie sich von einer Lastschrift? Was hat es mit einem Dauerauftrag auf sich? Wann eignet er sich und kann er jederzeit gestoppt werden? Stück für Stück bringen die Dozenten den Schülern das bargeldlose Zahlen näher. Die Sorgfaltspflicht im Umgang mit Daten, wie ein Überweisungsträger aussieht und wie er ausgefüllt wird, wofür die IBAN und BIC stehen - es sind eine Vielzahl von Informationen, die Janz und Koblenz schülernah und verständlich vermitteln. Nach den zwei Unterrichtsstunden ist klar, das Wissen der Schüler in Sachen Girokonto ist größer geworden.

Quelle: RP
 
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