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Stadt Willich
Schüler liefen für Kinder in Zogoré

Stadt Willich. Einige Schüler der jüngeren Stufen hatten bestens vorgesorgt. Sie nahmen auf ihrer Tour durch das Grün ihre Bagagewagen mit kleinen Musikanlagen oder Erfrischungen mit. Einmal mehr war die Robert-Schuman-Gesamtschule in Bewegung, fand gestern zum 13. Mal in Folge der Zogoré-Lauf statt. Für viele der Schüler blieb es bei den sommerlichen Temperaturen allerdings bei einem Spaziergang. Von Willi Schöfer

Im Vorfeld ihrer Touren über sieben beziehungsweise 9,5 Kilometern hatten die Fünft- bis Zwölftklässler, insgesamt dürften es gestern rund 1100 gewesen sein, dafür Werbung bei ihren Eltern, Großeltern oder Nachbarn gemacht. "Ich habe fünf Sponsoren zusammenbekommen, die mir hinterher für jeden Kilometer, den ich schaffe, zwischen 50 Cent und einem Euro geben", sagte die 17-jährige Paulin. Und ihre gleichaltrige Freundin aus der elften Jahrgangsklasse, Melina, fügte hinzu: "Mein Papa war diesmal besonders spendabel und gibt mir ein Kilometergeld von fünf Euro." Paul und Melina nahmen sich wenig später die Etappe über die sieben Kilometer vor.

Egal, ob langsam oder schnell: Freuen über die Initiative werden sich einmal mehr die Schulkinder in Zogoré. Denn bei den bisherigen zwölf Läufen waren dafür rund 144 000 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld wurde die Schule "Lycée Départemenal" mit aufgebaut, wurden und werden auch weiterhin davon unter anderem Unterrichtsmaterialien angeschafft oder das Essen für die mittlerweile etwa 900 afrikanischen Schüler subventioniert. Organisator Ben Asdonk rechnet damit, dass jetzt erneut über 10 000 Euro zusammenkommen, die man über den von Hans Grips geführten Förderverein weitergeben kann. "Wir hoffen, dass der diesjährige Erlös in der letzten Woche vor den Sommerferien feststeht", so Asdonk gestern.

Als es noch nicht so heiß war, schickte Michael Stockschläger, der an der Gesamtschule Mathe, Chemie und Sport unterrichtet, die Läufer und Jogger auf die Strecke, die erstmals auch über den Alleen-Radweg führte. Unter anderem liefen Yassin (12) oder die 13-jährigen Nico und Leon. Unterwegs waren Kontroll- und Getränkestationen aufgebaut, war auch der eigene Sanitätsdienst mit mehr als 20 jungen Leuten im Einsatz. "Wir mussten einige Male helfen, beispielsweise Pflaster oder Salben ausgeben", kommentierte Gruppenleiterin Annkatrin (15). Auf die Klassen, die das meiste Sponsorengeld zusammenbekommen, im vergangenen Jahr waren dies die 6d, die 7c und die 6e, wartet ein besonderer Afrika Tag: ein Trommler-Workshop oder der Besuch des Afrika-Museums in Nimwegen.

Quelle: RP
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