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Stadt Willich
Schüler mit Armen Rittern auf Zeitreise

Stadt Willich: Schüler mit Armen Rittern auf Zeitreise
Die Besucher des Schulfestes zum 70. Geburtstag des St. Bernhard Gymnasiums hatten Glück mit dem Wetter. Die Schüler hatten sich mit der Vorbereitung viel Mühe gegeben und freuten sich über die Resonanz. FOTO: ACHIM HÜSKES
Stadt Willich. 70 Jahre St.-Bernhard-Gymnasium: Mit einem bunten Sommerfest feierte die Schule jetzt ihr Jubiläum. Jede Stufe steht für eine Dekade und zeigt etwas Typisches für die entsprechende Zeit, darunter auch kulinarisch. Von Bianca Treffer

Auf dem gesamten Außengelände des St. Bernhard Gymnasiums herrscht rege Betriebsamkeit. Besucher schlendern an den zahlreich aufgestellten Ständen entlang, probieren die von Schülern angebotenen Waffeln, Cakepops und Fruchtspieße. Selbst vegane Häppchen fehlen nicht, und wer es richtig deftig mag, der kann auf eine besondere Spezialität zurückgreifen: den McBernhard. An einem Stand gestalten Schüler Trikots nach eigenen Vorstellungen. Ein Stückchen daneben kommt es weniger auf Kreativität, sondern auf Balance an. Hier ist nämlich eine Slackline gespannt. Beim Dosenwerfen scheppern die Bälle gegen die Kunststoffbecher. Anfeuerungsrufe sind bei Parcours der 5d zu hören. Es gilt einen Ball um Pylone zu dribbeln, eine Torwand zu treffen und über Hürden zu springen. Vor dem Gebäude Nummer vier kreisen hingegen bunte Hula Hoop Reifen an Armen und Beinen sowie um den Bauch. Die sportliche Betätigung der Gymnasiasten hat allerdings eine besondere Bedeutung, denn die Q1 präsentiert mit ihr auch ein Stück Geschichte. Mit "Armen Rittern" und Hula-Hoop holen sie die Jahre von 1946 bis 1955 zurück an ihre Schule.

Wobei das Jahr 1946 das entscheidende ist. Am 15. Oktober 1946 nahm das heutige St. Bernhard Gymnasium seine Arbeit auf. Als Missionsschule der Hünfelder Oblaten startete vor nunmehr 70 Jahren die Schulgeschichte. Mit einem bunten Sommerfest feierte das Schiefbahner Gymnasium jetzt sein Jubiläum. "Jede Stufe unserer Schule steht für eine Dekade und zeigt für die entsprechende Zeit Typisches, darunter auch Kulinarisches", erklärt Schulleiterin Margret Peters. Auf diesem Weg erleben die Besucher ein Stück der 70-jährigen Geschichte als einen Tag mit sieben Jahrzehnten. Wer weiß schon, dass die Pater einst selbst beim Bau der Schulgebäude mitarbeiteten, dass aus der Missionsschule für Jungen zunächst ein Progymnasium wurde, bevor 1968 das Vollgymnasium seine Arbeit aufnahm und dass erst 1971 die ersten Mädchen das Gymnasium besuchten.

Neben dem Rückblick in die Geschichte gab es jede Menge weitere Unterhaltung, darunter von den Musik- und Theatergruppen der Schule. Die Big Band war ebenso zu hören wie der Oberstufenchor. Karaoke gehörte zum Angebot, und im Forum lockte das Stück der Neigungsgruppe Musical. Das Gymnasium, seit 2007 in der Trägerschaft der Malteser, plant jetzt ein Selbstlernzentrum.

Quelle: RP
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