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Stadt Willich
Schule als Aufzuchtstation für Enten

Stadt Willich. Mehrere Wochen lang war die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule eine Aufzuchtstation für Enten: Auf dem komplett von Gebäuden umschlossenen Innenhof lebte eine Entenfamilie. "Die Ente muss den Innenhof angeflogen sein. In einer der Grünpflanzen hatte sie dann unbemerkt von allen ein Gelege. Es fiel erst auf, als eines Morgens eine Entenmutter mit zehn Entchen über das Gelände spazierte", berichtet Lehrer Georg Troles.

Da die Tiere im Innenhof gefangen waren, weil der Nachwuchs noch nicht fliegen konnte, kam dem Hausmeister Uwe Beermann die rettende Idee: Er baute aus Holz und Teichfolie ein Behelfswasser, das die Kleinen bequem per Treppchen erreichen konnten. Zudem stellte er einen Futterspender für Hühner auf. Dazu kam ein Wassernapf - und fertig war die Entenwohnung. Die tierischen Besucher fühlten sich sichtlich wohl. Sie wuchsen und gediehen. Die Schüler und auch Lehrer zog es magisch zu den Fenstern mit Blick auf den Innenhof, um die Entwicklung zu verfolgen. "Wir hatten sogar zweimal Besuch von potenziellen Vätern", erzählt Troles lachend.

Die Erpel machten aber nur eine kurze Zwischenstation auf dem Gelände. Langsam, aber sicher erreichte die Entenfamilie die Größe für eine Umsiedlung in das in der Nähe der Schule liegenden Regenrückhaltebecken. "Wir haben versucht, die Entenmutter und ihren Nachwuchs über den Schulflur nach draußen watscheln zu lassen. Aber das haben sie strikt abgelehnt", berichtet Troles. Also wurden alle zehn Küken samt Ente gefangen, in eine Kiste gesetzt und umgesiedelt. Der neue Platz scheint der Familie ebenfalls zu gefallen: Bis jetzt zeigen die Tiere jedenfalls keine Motivation, das Gewässer zu verlassen.

(tre)
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