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Stadt Willich
Seniorenbeirat hat viele Themen auf der Liste

Stadt Willich. Seit über 25 Jahren kümmert sich der von Charly Röttgen angeführte, neunköpfige Seniorenbeirat um die älteren Mitbürger Willichs. Er mischt sich ein, wenn es beispielsweise um barrierefreie Räume drinnen wie draußen geht. So wurden zuletzt vom Beirat sogenannte Umlaufsperren in den vier Stadtteilen ermittelt, und dabei wurde festgestellt, dass einige mit Rollstühlen oder Rollatoren kaum passierbar sind. Die Verwaltung prüft dies derzeit, will dazu im Frühjahr ihren Bericht abgeben.

Ein Thema bei der jüngsten Zusammenkunft des Seniorenbeirats, bei der zwei langjährige Mitglieder, Carola Hoffmann und Hans-Peter Jansen, verabschiedet wurden, war das Seniorenkino. Hier war es vor einigen Monaten zu einer Kooperation mit dem Kaarster Kino gekommen. In der kalten Jahreszeit haben Seniorenbeirat und die Altenhilfe Willich, vertreten durch Toni Zuschlag und Michael Rieve, einen Bus gechartert, der Interessierte ins Kaarster Schulzentrum fährt. "Das Seniorenkino wird relativ gut angenommen", bilanzierte Toni Zuschlag, stellvertretender Beirats-Vorsitzender, dass dieses monatliche Angebot im Schnitt von etwa 30 Willichern genutzt werde. Man werde im März entscheiden, wie es nach einer Pause ab dem Herbst weitergeht. Zuschlag: "Sicherlich ist das Seniorenkino noch ausbaufähig, wenn wir dafür noch mehr in allen Stadtteilen Werbung machen."

"Das muss demnächst alles etwas schneller gehen", kam in der Beiratssitzung der städtische Verkehrsplaner Armin Prinzen auf die Ergebnisse eines "Fußgängerchecks" zu sprechen, zu dem es bereits im Oktober 2016 gekommen war. Damals waren unter anderem Beiratsmitglieder in Neersen mit Rollatoren, Rollstühlen oder bepackt mit Reisekoffern unterwegs gewesen, um unter anderem fehlende Absenkungen an den Bürgersteigen, unzureichende Überwege, Schäden auf den Straßen und Gehwegen festzustellen. Arnim Printzen hatte die Mängel in einem 21-Punkte-Katalog zusammengefasst. Teilweise wurde nach vielen Abstimmungen den Anregungen entsprochen, teilweise aber auch nicht. So hatten beispielsweise Besucher vor der Neersener Begegnungsstätte eine kleine überdachte Außenfläche gewünscht, auf der sie ihre Fahrräder oder E-Scooter abstellen können. "Dies muss der Eigentümer erlauben, sonst geht das nicht", meinte dazu Armin Printzen.

Der Beirat will mit diesem "Fußgänger-Check" weitermachen. Da es derzeit eine Quartiersentwicklung in Schiefbahn gibt, will man vielleicht dort den nächsten Check durchführen. Erste Anregungen sind schon da: So kritisierte Beiratsmitglied Rudolf Jantzen den vor allem für die Fußgänger fehlenden Überweg an der Kreuzung Hubertus-/Hochstraße. Eine Schiefbahner Fußgängerin hatte sich ferner über die viel zu kurzen Grünphasen an der Kreuzung Hoch-/Linsellesstraße beklagt.

(schö)
 
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