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Stadt Willich
Silberhochzeiter überstrahlen das Fest

Stadt Willich: Silberhochzeiter überstrahlen das Fest
Der Neersener Schützenkönig Frank Göllner (2.v.l.) nahm gestern mit seinen Ministern Wolfgang Akkermann (links) und Detlef Empt (2.v.r) von der Ehrentribüne die Morgenparade ab. FOTO: Achim Hüskes
Stadt Willich. Frank und Angie Göllner sind 25 Jahre verheiratet. Die Beiden haben sich einen Traum erfüllt: Sie sind das strahlende Königspaar beim großen Heimatfest der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft in Schiefbahn. Von Willi Schöfer

"Schützenfest ist für mich Heimat", sagte gestern im Festzelt Heinz Herpers, der als Priester in Krefeld tätig ist, aber zum 44. Mal in seinem Heimatort bei den "Ärm Söck" mitmacht. Der 61-Jährige ist nur einer der rund 850 Sebastianer Schützen, die sich über Generationen hinweg dem Brauchtum verpflichtet haben. Einmal im Jahr präsentieren sich die Schützengruppen, die ansonsten auch mit ihren Frauen viel unternehmen, der Öffentlichkeit. Gemeint ist das Schiefbahner Schützenfest, das derzeit im vollen Gang ist. Und die ersten beiden Tage waren optimal - trotz einiger Regengüsse, die vor allem am Samstag die Jungschützen beim Aufstellen des Maibaumes für den Jungschützenprinzen Thore Scheer erwischte.

"Lebe deinen Traum" - dieser Satz gilt im Jahr ihrer Silberhochzeit für Frank und Angie Göllner, denen man bei den Galabällen den Spaß als Königspaar ansah, in vorderster Reihe dazu zu gehören. Ganz in Gelb tanzte Angie mit ihrem Mann beim Ball der Zugkönige den Walzer und Disco-Fox. Gelb-schwarz, die Lieblingsfarben der Regenten, waren die Königsburg und die prächtige Bühnenkulisse im Festzelt. Dafür waren draußen auch die Nachbarn und drinnen der gemeinsame Wachzug verantwortlich, die Hirsch Schützen und die Brave Bösch.

Die Kaltblüter "Bart" und "Lina", auf ihnen die Vorreiter Nils Balve (22) und Torsten Mankertz (46), trabten bei den Umzügen vor dem Hauptfeld mit vielen Schützen und Musikern. Und einige der Kommandoführer, die noch nicht allzu lange diese Aufgaben haben, so General Ernst Zielinski oder Platzmajor Uli Heinen, konnten sich auch bei den Paraden auf die jüngeren wie älteren Gruppen verlassen.

"Hoffentlich verpflichten wir die wieder", war nicht nur der Pressesprecher der St.-Sebastianus-Bruderschaft, Gereon Hogenkamp, von der Coverband "Heavens Club" angetan, die an den beiden ersten Abenden im Festzelt für eine schon fast überfüllte Tanzfläche sorgte. Heute und morgen nimmt die in Schiefbahn schon bewährte Partyband "California Blue" die Instrumente in die Hand.

Auch der neue Brudermeister, Michael Klein, machte seine Sache ausgezeichnet. Auf der Festbühne begrüßte Klein gestern seinen Amtsvorgänger Manfred Hendricks. Aus gutem Grund: aufgrund seines großen Engagements, das der 58-jährige Manfred Hendricks auch in anderen Bereichen gezeigt hatte, wurde er zum Ehren-Brudermeister. Langanhaltender Beifall außerdem für Johannes Bungter, der bis 2015 16 Jahre lang der Platzmajor war und der jetzt zum Ehren-Platzmajor wurde. (Alle Ehrungen folgen in der morgigen Ausgabe.)

Die kleinen Pagen Niklas, Bastian, Luis und Noah, die vier Hofdamen sowie die Ministerpaare Wolfgang und Anke Akkermann und Detlev und Ruth Empt vervollständigten das königliche Haus, das große Sympathie- und Beifallskundgebungen im Festzelt erlebte.

Und es standen schon neue Zugformationen in den Startlöchern. "Wir machen im nächsten Jahr mit, dann als "Jecke Vründe", erzählte zwischendurch Holger Hoeftmann. Und auch die "Flotten Jonges", die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern, haben Großes vor. Jubiläen feierten in diesem Jahr einige Formationen: Seit 60 Jahren ist der Jägerzug "Immerfroh" dabei, seit 50 Jahren: "Ohne Heimweh", seit 40 Jahren: Sportschützen Schiefbahn und "Allzeit Bereit", seit 30 Jahren: "Bongte Jonges" und die Tellschützen "Gut Pfad", seit 25 Jahren: "Dürpel-Bröer", zehn Jahre: "Fröj dobee". Heute und morgen wird in Schiefbahn weiter gefeiert.

Quelle: RP
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