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Stadt Willich
Sonne sucht Anschluss

Stadt Willich: Sonne sucht Anschluss
Interessenten informierten sich bei Besitzern von Photovoltaikanlagen über deren Erfahrungen mit der modernen Technik. FOTO: RPO
Stadt Willich. Rechnet es sich oder nicht? Willicher Bürger informierten sich über Photovolaikanlagen. Die meisten Besitzer solcher Anlagen haben es nicht bereut. Aber Interessenten müssen auf Qualität achten. Von Willi Schöfer

"Ich habe für rund 13 000 Euro schon 29 Module für mein Haus an der Schiefbahner Schützenstraße bestellt. Ich will mich heute nur noch über die richtige Montage informieren", sagt Dieter Knuppertz. Der 55-jährige Techniker war einer von 14 Bürgern, die sich bei der zweiten von der Stadt Willich angebotenen Tour über Photovoltaikanlagen informierten. Motto: "Sonne sucht Anschluss". Der Anrather Bürgerbus fuhr die Teilnehmer zu den sonnenüberfluteten Privat- und Betriebsdächern.

Mit dabei auch Claudia Maibach vom städtischen Geschäftsbereich "Stadtplanung". Sie informierte über Beratungs- und Fördermöglichkeiten, die zum Beispiel der Willicher Hans-Werner Schusters jetzt in Anspruch nehmen will: "Vor allem interessiert mich, ob sich die Südostlage meines Privathauses für eine solche Anlage rechnet."

Hellauf begeistert von seiner Anlage ist zum Beispiel der Schiefbahner Sanitär- und Heizungsinstallateur Rainer Füsgen. Auf dem Flachdach seiner Werks- und Bürohalle am Nordkanal sind auf einer Fläche von etwa 15 mal 30 Meter gleich 108 Module angebracht. Dabei hatte der 46-jährige Unternehmer anfangs erhebliche Bedenken: "Ich habe mich mit der rund 60 000 Euro teuren Investition schwer getan, wusste auch nicht, ob die Statik für die Anbringung der Module ausreichend ist." Füsgen geht davon aus, dass sich die erst ein Jahr alte Anlage in schon acht Jahren amortisiert. Im letzten Abrechnungszeitraum wurden etwa 18 000 Kilowattstunden ins allgemeine Stromnetz eingespeist und etwa 6000 selbst verbraucht. Alleine die Einspeisevergütung belief sich auf rund 7000 Euro. "Die Sonne ist auf einem guten Weg, nur weiter so", erklärte Wolfgang Dahm, der ebenfalls Solarmodule auf sein Zweifamilienhaus in Schiefbahn gesetzt hat. Der Maschinenbau-Ingenieur (49) hatte sich im Laufe der Zeit verstärkt mit der Solartechnik beschäftigt, da er jetzt in einem Unternehmen als technische Berater für Photovoltaikanlagen arbeitet. Was ihm wichtig ist: "Dass man beim Kauf der Module den Wert auf eine gute Qualität liegt, denn eine derartige Anlage soll auch nach 30 Jahren noch vernünftig laufen."

Zufriedenheit auch bei anderen Hauseigentümern und Gewerbetreibenden. Marcus Fadi hatte an der Hülsdonkstraße in Alt-Willich sein Dach mit 40 Modulen ausgestattet und rund 30 000 Euro gezahlt: "Das reicht, um etwa 90 Prozent der Stromversorgung unseres Sieben-Personen-Haushaltes abzudecken." Finanziert hatte er dies 2008 durch einen zinsgünstigen Kredit der KfW-Bank, damals vier Prozent, für zehn Jahre fest. 20 Jahre läuft sein Vertrag mit den Stadtwerken, die ihm für diesen Zeitraum eine Einspeisevergütung von 46,75 Cent je Kilowattstunde garantiert.

Quelle: RP
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