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Stadt Willich
Spaziergänge durch Anrath

Stadt Willich: Spaziergänge durch Anrath
30 Autoren und Fotografen haben an der neuesten Ausgabe mitgewirkt. Sie stellten das Buch jetzt in der Brauerei Schmitz Mönk vor. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Der Anrather Bürgerverein hat sein 39. Heimatbuch vorgestellt. Darin gibt es Mundartliches, Anekdoten und Wissenswertes. Mitgewirkt haben 30 Autoren und Fotografen. Zu kaufen ist es auch morgen auf dem Weihnachtsmarkt. Von Willi Schöfer

Pünktlich zum Weihnachtsmarkt ist das "Anrather Heimatbuch 2016" fertig geworden. Auf mehr als 190 Seiten haben 30 Autoren und Fotografen ihre Erinnerungen und Spaziergänge an und durch diesen Stadtteil zu Papier gebracht. Erneut ist es der engagierte Anrather Bürgerverein, der zum 39. Mal das Heimatbuch herausgebracht hat. Viel Lob dafür gab es unter anderem von Vize-Bürgermeister Markus Gather (SPD).

Durch den Mundartchor "Leddschesweäver" aufgelockert, gesungen wurde unter anderem "Riivkook" oder das "Kloas, Kloas, Zinter Kloas", wurde das Werk jetzt von der neuen Vereinsvorsitzenden Marlies Pasch und von den Autoren präsentiert. Und Marlies Pasch, die sich bei allen Aktiven für die Herausgabe bedankte, eingeschlossen die Sponsoren oder die Anzeigen-Akquise durch die verantwortliche Christa Nußbaum, kam dabei auch auf den Heimatbegriff zu sprechen: "Heimat kann eine Person, ein Ort, eine Familie, eine Landschaft, eine Gruppe von Menschen und anderes sein; wir bieten auch weiterhin eine Plattform für alle, die die Geschichte unserer Heimat erzählen wollen."

Schon das Titelbild zeigt ein blühendes Anrath. Rosemarie Hammes hatte die Magnolienblüte am Kleinbeudelshof aufgenommen. Und bevor die vielen Geschichten und Episödchen aus der alten, aber auch neuen Zeit, in Mundart oder Hochdeutsch, so richtig losgehen, hatte Christoph Carlhoff eine Art Hommage an Karla Meiendresch geschrieben, die den Bürgerverein 14 Jahre lang mit großem Engagement geleitet hatte, dabei aber auch nicht Annemarie Rüther und Ingo Greve vergessen.

Die Autoren im Alter von 15 Jahren bis über 80 haben an vielen Ecken Anraths Erlebnisse aus früheren Zeiten entdeckt. Dabei kommen auch Heimatkundler zu Wort, die es schon lange nicht mehr gibt. Wie beispielsweise Gottfried Daum. Franz-Josef Jansen hatte seine Geschichte über das "Märchen über das Schagesfeld" bearbeitet und niedergeschrieben. Aktiv mit dabei ist seit vielen Jahrzehnten der Ehren-Vorsitzende des Bürgervereins, Peter Enger. Diesmal mit einigen Redensarten, eine davon in Mundart: "Dea hät et Polver neet erfonge" heißt frei übersetzt "Er ist nicht der Hellste". Mit weiteren plattdeutschen Geschichten und Gedichten sind Hans Küppers, Friedhelm Hüter, Friedel Kluth und Dieter Lambertz vertreten, ferner der verstorbene Hans Küppers.

Wer wissen möchte, wie das Anrather Gemeindewappen entstand, wie eine Profi-Radrennfahrerin aus Anrath heißt oder warum einer der bedeutendsten Komponisten und Flötenspieler, Hans-Jürgen Hufeisen, 2014 in den Stadtteil kam, sollte sich das neueste Heimatbuch besorgen.

Es geht ferner um die Flüchtlinge und um das Engagement von Jutta van Amern und Maria Funken. Und wie schon seit Langem praktiziert, stellen sich auch Anrather Vereine und Gemeinschaften vor, so diesmal der katholischer Kindergarten, der CVJM, das Autohaus Breuer oder die katholische Öffentliche Bücherei. Die jetzigen Inhaber, Michael und Thomas Knauf, erinnern daran, wie aus der einstigen Schmiede die große Aral-Tankstelle am Ortseingang von Anrath entstanden ist.

Zum Preis von 6,50 Euro (Auflage: 1000 Exemplare) ist das Heimatbuch ab sofort in den bekannten Verkaufsstellen zu haben. Darin stellen sich auch wieder junge Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums mit einer "Jugend forscht"-Gruppe vor. Diesmal sind es Robin Backer (15) und Paul Krämer (16). Die Beiden hatten sich mit einem speziellen Computerprogramm, das vereinfacht die lateinische Sprache lebendig werden ließ, den zweiten Platz geholt.

Quelle: RP
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