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Robert-Schuman-Europaschule
Schüler besuchten das Altenheim an der Moosheide

Willich. Die 16 Jungs und Mädels der 6b kamen größtenteils in Trainingsanzügen ins DRK-Seniorenheim an der Moosheide. Sie hatten kurz zuvor ihre Bundesjugendspiele nachgeholt. "Dieser Termin hier war fest, den konnten wir nicht verschieben", sagte Lehrerin Helga Dors. Trotz der sportlichen Leistungen, so lief unter anderem Frederik die 1000 Meter in 6:23 Minuten, waren die jungen Leute von der Robert-Schuman-Gesamtschule interessiert bei der Sache. Sie lernten die Senioreneinrichtung kennen und trafen anfangs neben Sozialkoordinatorin Svenja Becker bei einer Gesprächsrunde den fünfköpfigen von Gertrud Autering (88) angeführten Beirat.

Schon lange gibt es an der Willicher Europaschule auch für die jungen Jahrgänge das Fach "Methodentraining". Dadurch soll man unter anderem Strategien entwickeln, um zu einem effizienteren Lernen zu kommen, zum anderen aber auch Gemeinschaften und Unternehmen kennenlernen, um soziale Kompetenz zu entwickeln. Helga Dors, die außerdem Englisch und Latein unterrichtet, hatte den Schülern der 6b bereits im Unterricht das Heim vorgestellt. Und die Jungs und Mädels hatten sich vorab bereits gemeldet, um in den nächsten Tagen mit den Bewohnern zu basteln, zu singen, ihnen vorzulesen oder mit ihnen das Gedächtnis zu trainieren.

"Wie oft bekommen Sie Besuch, wie viel Pfleger haben sie?", wollte die zwölfjährige Celine vom Beirat wissen. "Vermissen Sie ihre Familie?", fragte Tamara, und "Wie fühlen sie sich hier überhaupt?", fragte Philipp. Die Beirats-Vorsitzende war gut drauf, erzählte unter anderem davon, dass sie sich hier sehr wohlfühle, und nannte die Aufgaben dieses Beirates: "Wir kümmern uns darum, dass alle Bewohner hier gut unter einem Dach leben können."

Im Beisein von Schulleiterin Ute Will-Nieding und ihrer Abteilungsleiterin (für die Klassen fünf bis sieben), Alexandra Hörkens, nannte Svenja Becker einige Daten der Einrichtung des DRK-Landesverbandes. So gibt es 84 Heimplätze, es leben dort derzeit 82 Bewohner im Alter von 61 bis 103 Jahren. Angeboten wird ferner ein Betreutes Wohnen, zudem werden 13 Menschen in der Kurzzeitpflege betreut. Viel zu tun habe die eigene Großküche, denn täglich werden auch für andere Einrichtungen oder für Flüchtlinge rund 800 Essen zubereitet. Natürlich könne man, so Svenja Becker, noch Ehrenamtliche gebrauchen, so zum Beispiel für die Rollstuhlgruppe.

Wer in der Einrichtung ehrenamtlich mitwirken will, kann die Leiterin des Sozialdienstes, Theresia Trumm (Tel. 02154 491630), oder Svenja Becker (02154 491 661) anrufen. Willi Schöfer

Quelle: RP
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