| 00.00 Uhr

Stadt Willich
"Suppe. Tod und Testament": Krimidinner in der Turnhalle

Stadt Willich. "Es wird jetzt als nächstes das Süppchen serviert. Lassen sie es sich gut schmecken", sagt Georg Troles, Leiter der Schultheater AG, mit einem leicht ironischen Unterton. Mit der Anspielung, dass irgendetwas mit der Suppe nicht stimmen könnte, lässt sich aber keiner der Besucher in der Turnhalle der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule den Appetit verderben. Die von den Schülern servierte und vom DK Integrationsbetrieb zubereitete Tomatensuppe kommt bestens an. An den festlich eingedeckten Tischen, bei denen die Tischdeko in Form von rot-weißen Polizieabsperrband ins Auge fällt, ist die Stimmung bestens. Beim Essen fallen allerdings immer wieder neugierige Blicke auf das Bühnenbild. Vor den Tischreihen ist die "Osteria da Vinci" entstanden. Links die Küche mit gefliesten Wänden und Küchengerätschaften, rechts davon das Restaurant mit eleganten Tapetenwänden, eine Reproduktion von da Vincis "Letztes Abendmahl", einer langen Tafel sowie Stehtischen für einen Sektempfang. Von Bianca Treffer

Und dann ist es endlich soweit. Das Theaterstück "Suppe, Tod und Testament", geschrieben von Schauspielerin Christina Beyerhaus, die in der AG unterrichtet, läuft an. Das Team der "Osteria da Vinci" rückt an und erobert die Küche. Eine erste herrliche Szene, als der kleine Restaurant-Besitzer Karl Schwitzigmann (Lars Tjoa) vor dem gesamten Team gewichtig hin und her marschiert und vom RTL Restauranttester Bach (Philip Kniaz) berichtet, der die Location besuchen wird. Doch zunächst steht eine Geburtstagsfeier auf dem Programm. Erbtante Eulalia (Johanna Klümpen und Ariane Kauertz) feiert ihren Geburtstag im Restaurant. Schnell wird klar, dass es die liebe Verwandtschaft allemal auf ihr Geld abgesehen hat. Die Eröffnung von Eulalia, dass sie mit dem Koch Maxim (Jan Peter Koettelwesch) liiert ist und mit ihm ein Restaurant in Spanien eröffnen und damit die finanzielle Unterstützung der lieben Familie einfrieren will, löst große Unruhe aus. Es kommt, wie es kommen muss. Einer aus der Verwandtschaft greift zu drastischen Maßnahmen, um den Geldfluss zu erhalten. Eigentlich soll Maxims Leben ausgelöscht werden, aber es erwischt noch andere, denn die Suppe hat es in sich. Die ist nämlich vergiftet. Das ruft den Kommissar Claudio Wahn (Swenja Schaube) auf den Plan.

Ein Krimidinner mit herrlichen Szenen, bei denen die jungen Darsteller der Klassen sechs bis acht zeigten, woran sie seit Januar gearbeitet hatten.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Stadt Willich: "Suppe. Tod und Testament": Krimidinner in der Turnhalle


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.