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Stadt Willich
Totengedenken am Volkstrauertag

Stadt Willich: Totengedenken am Volkstrauertag
Fast 500 Teilnehmer hielten bei der Gedenkfeier auf dem Wililcher Friedhof inne. Die Ansprache hielt Rolf Klein, Pfarrer der evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde. FOTO: Kaiser
Stadt Willich. In Willich und St. Tönis gedachten Vertreter von Vereinen, Verbänden, Kirchen, Verwaltungen und Politik der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. In den Ansprachen mahnten die Redner zu Frieden und Menschlichkeit. Von Willi Schöfer

Unter den fast 500 Teilnehmern, die gestern auf dem Willicher Friedhof kurz innehielten, um sich der Millionen von Toten und Verfolgten der beiden Weltkriege zu erinnern, waren viele junge Leute, darunter eine starke Abordnung der Jugend-Feuerwehr. Die Gedenkrede hielt der evangelische Pfarrer Rolf Klein. Er appellierte gerade an die jüngere Generation, sich den Gräueltaten, den Opfern der Kriege und der Gewaltherrschaften auch weiterhin zu erinnern ("Dies gehört beim Umgang mit unserer eigenen Geschichte dazu"), daraus zu lernen, und sich schon in kleinen Schritten für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen.

Es war still, als neben den zwei Kränzen an der Gedenkstätte des Willicher Friedhofes Bürgermeister Josef Heyes und Rolf Klein standen. Gekommen waren Abordnungen von Schützen, Feuerwehr, DLRG, Vereinen, Vertreter von Schulen und Kommunalpolitik. "Frieden sei dieser Welt beschieden", sang der Vereinigte Männerchor (VMC) Willich; es spielten die "Bettrather Musikanten".

In den Erinnerungen an die Kriegstoten bezog Pfarrer Klein auch die Millionen Opfer des Nazi-Terrors ein - so die Juden, Sintis, Andersdenkenden oder die körperlich und geistig Behinderten, die von den Nazis grausam ermordet wurden. So etwas Abscheuliches dürfe sich, auf deutschen Boden nie wiederholen. Man müsse sich mehr denn je bei jeder sich bietenden Gelegenheit zur Demokratie, zur Freiheit und für die Menschenrechte bekennen, mahnte Pfarrer Klein.

Auf dem Ehrenfriedhof in St. Tönis gedachten die Tönisvorster gestern der Opfer von Krieg und Terror. Die Gedenkansprache hielt Michael Steeg vom Städtepartnerschaftskomitee. FOTO: Kaiser

Dazu gehöre vor allem ein respektvoller Umgang mit den Nachbarn und Mitbürgern - unabhängig davon, welche Nationalität, welche Hautfarbe oder welche Konfession sie hätten. Der evangelische Kirchenmann kam noch auf die Hass- und Gewaltprediger zu sprechen, bezeichnete diese als "ideologische Rattenfänger", denen man nicht ins Netz gehen dürfe.

Quelle: RP
 
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