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Stadt Willich
Traumland zieht in Neubau, Bullerbü wird noch besser

Stadt Willich. Im Neubaugebiet Wekeln X, das derzeit geplant wird, wird es auch eine Kindertagesstätte geben. Die Kita Traumland, die derzeit an der Hülsdonkstraße ihr Zuhause hat, wird vermutlich zum Kindergartenjahr 2019/20 in diesen Neubau ziehen. Das entschieden die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses am Dienstagabend einstimmig. Eigentlich ist das auch nichts wirklich Neues, seit geraumer Zeit bereitet man sich im Traumland auf den Umzug vor, hat sogar mit der Hochschule Niederrhein einen zum Kita-Konzept passenden Neubau geplant. Unruhe ins Verfahren brachte dann die Stadtverwaltung, als sie im März dieses Jahres plötzlich umschwenkte und sich dafür aussprach, dass die Kita Bullerbü in den Neubau zieht. Von Marc Schütz

Die Politik war irritiert, forderte mehr Argumente von der Verwaltung. Es folgten seitenlange Schriftstücke mit Gründen und der Historie, auch die Elternbeiräte der beiden Kitas verfassten ausführliche Stellungnahmen, in denen dargelegt wird, wieso ihre Einrichtung in den Neubau ziehen sollte. Am Ende sahen die Politiker jedoch kein eindeutiges Argument dafür, wieso man von der ursprünglichen Planung, dass das Traumland umzieht, abweichen sollte. Vor allem Merlin Praetor von den Grünen machte seine Verärgerung über das Verhalten der Verwaltung deutlich: "Man hat beiden einen Braten vorgehalten - wissend, dass es zu einem Konflikt kommen wird. So sollte man mit Bürgern der Stadt nicht umgehen." Das wollte die städtische Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger allerdings nicht auf sich und ihren Mitarbeitern sitzenlassen: "Wir haben sehr deutlich dargelegt, wieso es zu dem Sinneswandel gekommen ist."

Am Ende hat das Hin und Her aber doch sein Gutes: Die Politiker beschlossen auch, dass die räumliche Situation der Kita Bullerbü verbessert wird. Denn derzeit nehmen die meisten Bullerbü-Kinder ihr Frühstück und ihr Mittagessen im belebten Foyer ein - Hygienestandards einzuhalten, fällt daher schwer. Außerdem soll sichergestellt werden, dass die Kita ihr jetziges Konzept fortführen kann. "Die Briefe der Eltern haben uns gezeigt, wie die Situation ist und dass wir dort ran müssen", so Bernard Henter (CDU). "So gibt es keine Verlierer", sagte Thomas Brandt (FDP) und freute sich, dass die Politik als "Mediator fungiert" habe. Dr. Sarah Bünstorf (SPD) lobte, dass sich die betroffenen Eltern "konstruktiv eingebracht" hätten. "Es ist bemerkenswert, wie sachlich die Diskussion abgelaufen ist", sagte auch Michael Wynands vom Jugendamtselternbeirat.

Quelle: RP
 
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