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Kreis Viersen
Über fünf Jahre für Einbruchsserie

Kreis Viersen. Staatsanwaltschaft beantragt hohe Strafen für Einbrecherbande aus Krefeld. Von Birgit Lameyer

/ KREFELD In dem seit Dezember andauernden Prozess gegen eine mutmaßliche Einbrecherbande konnte das Krefelder Landgericht gestern die Beweisaufnahme abschließen. Die Staatsanwaltschaft beantragte Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren und zehn Monaten. Die Verteidiger dagegen hielten für vier der sechs Angeklagten Bewährungsstrafen für noch angemessen.

Es geht um sechs Angeklagte und etwa 20 Einbrüche, die zwischen Januar und Mai vergangenen Jahres im Kreis Viersen und in der Umgebung verübt wurden, darunter auch Einbrüche in Willich und Tönisvorst. Die Täter hatten es unter anderem auf Bargeld aber auch auf Wertgegenstände und Zigaretten abgesehen, die sich gut verkaufen ließen. Alle sechs Angeklagten hatten nach und nach Geständnisse abgelegt, so dass nicht alle Zeugen gehört werden mussten. Zum Teil gaben sie an, in der Hoffnung auf Arbeit nach Deutschland gekommen zu sein. Der Staatsanwalt sprach von schwerem Bandendiebstahl. Die Männer hätten sich zu einer Bande zusammengeschlossen und gewerbsmäßig Einbrüche verübt.

Zwei Männer hatten sich seinen Erkenntnissen nach als Köpfe der Bande hervorgetan. Für einen Angeklagten aus Krefeld beantragte er daher eine Haftstrafe von fünf Jahren und acht Monaten, für einen weiteren Täter sogar fünf Jahre und zehn Monate Gefängnis. Die vier Mitangeklagten waren an weniger Einbrüchen beteiligt. Das solle mit Freiheitsstrafen von zweieinhalb bis zu dreieinhalb Jahren geahndet werden. Die Verteidiger zielten in ihren Plädoyers auf weitaus mildere Strafen ab. Die Bande war unter anderem dadurch aufgefallen, dass sie immer nachts zuschlug und beim Aufhebeln der Türen einen extrem hohen Sachschaden verursachte. Das Urteil wird am kommenden Montag gesprochen.

Quelle: RP
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