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Stadt Willich
Überraschung für das Wirte-Paar

Stadt Willich. Leni Hoster, die seit Langem mit ihrem Mann Friedhelm die Traditions-Gaststätte "Be dem Bur" an der Hubertusstraße in Schiefbahn führt, ging am Samstag von einem ruhigen Abend aus - bis auf einmal die Gaststätte immer voller wurde. Es waren für sie überraschend etwa 60 Gäste gekommen, die größtenteils früher beim Turnverein Schiefbahn Handball gespielt hatten. Der 62-jährige Stefan Biermanski, der dem TV seit Jahrzehnten angehört und nach wie vor in seiner Altersklasse ein Leistungsturner ist, hatte sich diese Überraschung ausgedacht. "Ich wollte o eine Art Revival-Party durchführen und wir wollten uns damit bei Leni und Friedhelm Hoster bedanken, die viele Jahrzehnte für uns da waren." Das Ehepaar macht zum Jahresende mit der Gaststätte Schluss, gibt das Restaurant dann an den Pächter Carsten Bernhard weiter (die RP berichtete).

Sogar den Kellnern und Kellnerinnen Angie, Dirk, Fabian und Giuliane hatte Stefan Biermanski Bescheid gesagt, sich an dem Abend nichts anderes vorzunehmen. Viele Jahre war die Gaststätte Hoster auch für die Handballer das Vereinslokal. Die Gäste, darunter der TV-Ehrenvorsitzende Peter Bäumges oder der langjährige Handballwart Hermann Wohlfart, kamen von überall her. Aus Horneburg, zwischen Stade und Buxtehude gelegen, war der 60-jährige Raimund Franken angereist. Der gebürtige Schiefbahner war beruflich 1976 in den Norden gewechselt. "Wir haben hier früher immer viel Spaß gehabt, vor allem in der Karnevalszeit", so Franken.

Detlef Hirte (57) fuhr die 450 Kilometer von seiner jetzigen Heimatstadt Kutenholz (Niedersachsen) nach Schiefbahn. Er hatte beim TV in den 1970er-Jahren gespielt, in der A-Jugend und im Herrenteam. "Hier bei Hoster war immer unser Anlaufpunkt. Ich kann die Alt-Biere oder die leckere Currywurst mit Pommes gar nicht mehr zählen, die wir hier getrunken und verzehrt haben", meinte Hirte schmunzelnd.

Natürlich trafen sich auch einige ehemalige Handballerinnen. Eine Clique, Anke, Ulrike, Birgit und Renate, kannte sich noch aus der Zeit, als sie gemeinsam in der A-Jugend gespielt hatte. "Nicht nur dienstags und donnerstags waren wir hier, haben gefeiert und gelacht", sagte Ulrike, die früher Stocks hieß. Renate hatte durch den Handballsport, bei einem Turnier 1992 in Altenheim, sogar ihren späteren Ehemann kennengelernt. Es wurde nicht nur für dieses Quartett ein langer Abend.

(schö)
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