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Stadt Willich
Übung: Löschzug Schiefbahn hatte alles bestens im Griff

Stadt Willich. Den beiden Rettungskräften der Malteser, die am Unfallort auf dem Gelände von Saint-Gobain ankommen, bietet sich ein grauenvolles Bild. Eine junge Frau liegt blutüberströmt unter einem roten Kombis. Im Fahrzeug selber befinden sich zwei ebenfalls verletzte Frauen auf den Vordersitzen. Hinten ist ein Maxi Cosi mit einem Baby zu sehen. Ein zweites Fahrzeug, ein grüner Kleinwagen, hat sich in die Seite des Kombis gebohrt und ist dabei auf die rechte Seite gekippt. Ein Mann mit einer stark blutenden Kopfwunde hängt bewegungslos im Sicherheitsgurt. Autoteile liegen herum und ein völlig zerbeultes Rad ist zu sehen. Das Szenario ist glücklichweise nur eine Übung.

Für die beiden Malteser ist sofort klar, dass sie Verstärkung brauchen, die sie über Funk anfordern noch während sie mit Erstmaßnahmen beginnen. Kurze Zeit später treffen Notarzt, Rettungswagen und Feuerwehrfahrzeuge ein. "Hilfe, das Auto brennt", schreit die Fahrerin, die eingeklemmt im Kombi sitzt. Flammen züngeln aus dem Motorraum. Bei den Feuerwehrmännern sitzt jeder Handgriff. Während ein Trupp mit der Brandbekämpfung beginnt, bereitet ein zweiter die Bergung der festgeklemmten Personen vor. Andere Wehrleute sammeln die Unfallgegenstände auf, um ausreichend Platz für die Arbeiten zu schaffen. Notarzt, Rettungsassistenten und Sanitäter bereiten sich auf die Patientenversorgung vor.

Ein Unfall, wie er jederzeit und überall passieren könnte, das war das Szenario der Übung des Schiefbahner Löschzuges in Zusammenarbeit mit den Maltesern und der Betriebsfeuerwehr von Saint-Gobain, auf dessen Parkplatz der simulierte Unfall geschah. "Der Löschzug Schiefbahn und die Betriebsfeuerwehr von Saint Gobain arbeiten seit Jahren eng in Sachen Objektübungen eng zusammen. Diesmal war es nun eine allgemeine Übung, mit einem weiteren Partner an der Seite", sagt Brandinspektor Bernd Ihlenfeld.

Man habe die Parkplatzfläche für die Übung gerne zur Verfügung gestellt, betont Rudi Schaube, Leiter der Betriebsfeuerwehr und zeitgleich Mitglied im Schiefbahner Löschzug. Nicht nur die Objektübungen sind nämlich von großer Bedeutung, um im Ernstfall schnell und effektiv arbeiten zu können, Übungen stärken auch allgemein die Abläufe. Inzwischen sind die Personen aus den Fahrzeugen gerettet und für den Transport in die Krankenhäuser vorbereitet. Das Fazit von allen Beteiligten ist eindeutig: Eine sehr gut gelaufene Übung, bei der erfolgreich Hand in Hand gearbeitet wurde.

(tre)
 
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