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Stadt Willich
Verwaltung erarbeitet Konzept für Blühstreifen

Stadt Willich. Der Umweltausschuss hat die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für die Umsetzung eines "Willicher Blühstreifenprogramms" zu erarbeiten. Es soll bis zum Frühjahr vorgelegt werden. Den entsprechenden Antrag der SPD verabschiedeten die Umweltpolitiker einstimmig.

Die Blühstreifen sollen zwischen zwei und zehn Meter breit sein und beispielsweise Lebensraum für Bienen und Hummeln bieten. So könne dem dramatischen Bienenschwund entgegengewirkt werden, "denn ohne Bestäuber gibt es keine reiche Ernte", so die Formulierung im Antrag weiter.

Die Verwaltung steht dem Antrag grundsätzlich positiv gegenüber - und es werden bereits seit 2011 immer wieder ausgewählte Bereiche des Straßenbegleitgrüns durch die Verwendung von naturnahem Saatgut umgewandelt. "Weitere Blühstreifen sind denkbar auf den verpachteten, ackerbaulich genutzten Flächen der Stadt. Diese Streifen müssten dann aus der Pachtnutzung genommen und separat unterhalten werden". Eine andere Möglichkeit sieht die Verwaltung darin, mit interessierten und engagierten Landwirten auf freiwilliger Basis zusammenzuarbeiten.

Marc Preuhs (SPD) wies darauf hin, dass vor der Anlage der Blühstreifen darauf geachtet werden solle, dass verschiedene giftige Pflanzen (Johanniskreuzkraut, Jakobskreuzkraut, Jakobsgreiskraut) dort nicht vorkommen sollten. Diese Pflanzen geben für Mensch und Tier schädliche Substanzen ab, die Leberschäden verursachen können. Die Landwirte sollten ebenfalls zum Mitmachen animiert werden. Die Technische Beigeordnete Martina Stall sagte, es gebe bereits in Willich engagierte Landwirte, die sich an der Umwandlung von Flächen beteiligen.

(djm)
 
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