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Stadt Willich
Viel Alpenländisches am Grenzweg

Stadt Willich: Viel Alpenländisches am Grenzweg
Traditionell finden die Ehrungen verdienter Schützen der St. Konrad Schützengilde (siehe Kasten) beim Frühschoppen am Sonntagmorgen im Festzelt statt. FOTO: Kaiser Wolfgang
Stadt Willich. Die Schützen feiern ganz im Zeichen des Edelweiß'. Ein farbenprächtig geschmückter Grenzweg, viele Schützen der Gilde und Besucher befreundeter Bruderschaften: Das Schützenfest am Grenzweg verläuft bestens. Von Nadia Joppen

Es ist das wahrscheinliche unkonventionellste Schützenfest in der Reihe der acht Schützenfeste in Willich: Am Wochenende feierte die St. Konrad-Schützengilde Grenzweg ihr Schützenfest mit Paraden entlang des Niers-Ufers.

In diesem Jahr steht das Schützenfest im Zeichen des Edelweiß' - obwohl diese Blume am Niederrhein ja eher unüblich ist. Der Hintergrund: Der diesjährige König Marco Schwoll kommt aus der Gruppe "Edelweiß", einer der traditionsreichsten Gruppen in der Gilde: Sie feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen - wobei der König allerdings erst seit 2005 aktiver Schütze in der Gilde ist. Dafür ist seine Frau und Königin Steffie im Grenzweg-Schützenwesen bestens etabliert: Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern der Zaubermäuse und der Nierstalblumen.

Die große Parade an der St. Konrad Kapelle verlief gestern reibungslos. Heute geht es nach dem Schützen-Biwak um 14 Uhr darum, die Königsburg (Grenzweg 47) zu erstürmen - ein traditioneller Klamauk mit Wasser und Mehl. FOTO: KAISER

Das Königspaar wird begleitet von den Ministerpaaren Hans Alfred Gillessen (Edelweiß) mit Frau Jutta sowie Steffen Gillessen (Edelweiß) und Julia Ronken (Junge Grenadiere). Königsoffizier ist Alex Kinsele (Edelweiß) mit Frau Pamela. Das Königshaus, der Jungschützenkönig Fabian Albrecht mit den Ministern Rachel und Niklas Meskes sowie Königsoffizierin Sarah Albrecht (Schwester des Jungschützenkönigs) und Schülerprinz Oliver Reiners mit den Ministerinnen Marie Meskes und Marie Kamps erlebten gestern eine reibungslose Große Parade an der St. Konrad Kapelle.

Nach dem ersten Teil des Umzugs hörten das Grenzweg-Königshaus und seine Gäste erst eine gut gespielte Serenade der vier Musikformationen im Regiment, danach folgte die Parade der kreativ uniformierten Gruppen - etwa MacAlt im Kilt, die Buure im Bauernhemd und mit Dreschflegel, die Küppschen Mädel im schwarzen Anzug und mit - trotz Brexit - typisch britischem Bowler oder die Zaubermäuse mit Westen in pink...Trotz des unüblichen Anblicks der Schützen verliefen die Parade, der Vorbeimarsch an der Königstribüne und der anschließende zweite Teil des Festumzugs reibungslos - danach zogen die Schützen zum Frühschoppen mit Großem Zapfenstreich ins Festzelt.

Auch die vorherigen Tage seien sehr gut verlaufen, berichtete dort Oberleutnant Hans Josef Ronken: Am Freitag hatten die Schützen erstmalig eine "alpine" Auftaktveranstaltung: Weil das Königshaus aus der Gruppe Edelweiß kommt, gab es Alpenrock an der Niers mit den "Original Hippelengern": "Die Gruppen sind zum Teil in Tracht gekommen, und die Band hat einen sehr guten Mix aus bayrischen Klängen und später aktueller Musik gespielt", so Ronken. Es habe allen viel Spaß gemacht, und die Zeltgäste hätten gerne noch länger als bis 1 Uhr gefeiert.

Am Samstag gab es am frühen Nachmittag dann die feierliche Krönung des Königs Marco im Rahmen der Festmesse in der Kapelle. Danach versammelten sich die Schützen dort zur kleinen Parade zu Ehren des neuen Königs und seiner Gäste, anschließend zogen alle zum Königs-Galaball in das Festzelt. Den Königsthron hatten die Weißen Husaren von der St. Josef und St. Gereon-Bruderschaft Krefelder Straße in Viersen mit Krone, reichlich Edelweiß und einigen integrierten Bierflaschen dekoriert. Die Band "Pick us", die erstmalig im Zelt spielte, habe für super Stimmung gesorgt, das Zelt sei "brechend voll" gewesen. Als Überraschung zog dann bei den Königstänzen der Jägerzug Brempt vom Hariksee als Ehrenwache auf. Heute folgt um 14 Uhr der Sturm auf die Königsburg.

Quelle: RP
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