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Stadt Willich
Viel Musik für den guten Zweck

Stadt Willich: Viel Musik für den guten Zweck
Markus Gather (vorne), Vorsitzender des Vereins "Anrath 1tausend", einige Mitstreiter und Mitglieder der Bands präsentieren das Plakat zum Benefizkonzert am 19. September. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. "Anrath 1tausend" geht in die nächste Runde. Am 19. September startet das nunmehr vierte Benefizkonzert in der Josefshalle. Die Besucher erwartet ein bunter Musikmix, wobei erstmals fünf Bands am Start sind. Von Bianca Treffer

Die jüngsten Musiker sind gerade einmal 16 Jahre alt, die ältesten über 60. Allein diese Bandbreite lässt erahnen, welch breitgefächertes Musikprogramm beim Benefizkonzert von "Anrath 1tausend" am Samstag, 19. September, auf die Besucher wartet. "Ich denke, wir haben ein gutes Programm auf die Beine gestellt, wobei wir diesmal eine halbe Stunde früher als gewohnt starten, da wir erstmals fünf Bands statt vier am Start haben", sagt Markus Gather, Vorsitzender von "Anrath 1tausend".

Das liegt an der Formation "Knockback Forward". Die junge fünfköpfige Band aus Willich, die es im dritten Jahr gibt, sprach die auswählenden Mitglieder von "Anrath 1tausend" mit ihrem Blues-Rock so an, dass man sich spontan entschloss, sie mit dazu zu nehmen. "Wir waren begeistert von der handwerklich gut gemachten Musik und der gerade einmal 17-jährigen Sängerin Kristina Haas. Ihre Stimme ist schon prägnant", berichtet Gather. Die Gruppe bringt eigene Stücke mit.

Insgesamt bewarben sich 20 Bands auf die Ausschreibung. Auch bekannte Gesichter sind wieder in der Josefshalle anzutreffen. Vor zwei Jahren begeisterten "The Secret" mit ihrer Musik. Diesmal sind sie erneut dabei, und zwar als Abschlussband zum Abrocken. "Es war vor zwei Jahren in Anrath einfach nur toll. Musiker und Publikum hatten einen Riesenspaß, sodass wir gern wiederkommen wollten", erzählt Sänger und Gitarrist Florian Bosenick. Die Formation aus dem Ruhgebiet covert unter anderem bekannte Rockballaden und sorgt, wie die Besucher beim dritten Benefizkonzert erfahren konnten, für Stimmung pur.

Ein weiteres Highlight ist "wunsch.wg". Sie traten im vergangenen Jahr als Vorband von Stefanie Heinzmann auf. Bassistin Lene Nickels ist zudem die Ersatzbassistin von Heinzmann. Die eigenen Kompositionen bringen deutschen, tanzbaren und rockigen Indie Pop herüber. "Wir haben über Facebook vom Benefizkonzert erfahren, fanden die Sache toll und haben uns beworben", berichtet Nickels. Ungewöhnliches im Gepäck hat "Feuerseele". Die sechs Musiker aus Bonn, Düsseldorf und Mönchengladbach kombinieren in eigenen Kompositionen Metall mit Dudelsack. "Wir machen keinen mittelalterlichen Rock, sondern moderne Musik, in die die Klänge des Dudelsacks hervorragend passen", beschreiben es die beiden Gitarristen Mark Rothwint und Robin Bayer. Pop, Jazz, Rock, Funk und Blues vermischen sich bei "Taktort". Die fünf Musiker aus dem Kreis Viersen covern mit eigenen Interpretationen. "Ich bin ein alter Anrather, und die Gelegenheit einmal für einen guten Zweck in der Josefshalle zu spielen, wollten wir uns nicht entgehen lassen", verrät Keyboarder Burkhard Baranczyk-Mertens.

So verschieden die Bands auch sind, eins haben sie gemeinsam: Sie treten ohne Gage auf. Die gesamten Einnahmen des Abends - dazu gehören auch die Erlöse aus der Tombola und den Getränken - fließen dem Verein zu. Dieser unterstützt Menschen im Willicher Stadtgebiet, die unverschuldet in Not geraten sind. Bislang kam es seit 2012 zu Ausschüttungen in Höhe von über 30 000 Euro. Was Gather besonders freut, ist die Tatsache, dass "Anrath 1tausend" mittlerweile ein Begriff geworden ist. Das Benefizkonzert hat inzwischen einen hohen Bekanntheitsgrad, und es erreichen den Verein unter anderem Anfragen von Schützenfesten, Jubiläen und Geburtstagen, bei denen Menschen auf Einnahmen und Geschenke zugunsten des Vereins verzichten. Auch die aktuelle Tombola kann sich dank der Unterstützung der Willicher Geschäftswelt sehen lassen.

Quelle: RP
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