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Stadt Willich
Vorteile durch Mitgliedschaft im Kultursekretariat

Stadt Willich. Was bringt Willich die Mitgliedschaft im "Kultursekretariat Gütersloh" - und welche Aufgaben und Strukturen hat diese Einrichtung? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Mitglieder des Sport- und Kulturausschusses. Claudia Schwidrik-Grebe, die Geschäftsführerin des Kultursekretariats, war zur Vorstellung der Einrichtung nach Willich gekommen.

Das Kultursekretariat Gütersloh ist ein Zusammenschluss von Kommunen, die kein eigenes Stadttheater mit einem festen Ensemble haben. Derzeit sind 74 Kommunen Mitglieder, dazu der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Landesverband Lippe. Zu den Aufgaben des Kultursekretariates gehören die Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich Kultur und die Unterstützung verschiedenster Projekte. Leitgremium ist die "ständige Konferenz" mit 14 Vertretern der Mitgliedskommunen, darunter auch Willich. Dazu gibt es einen Hauptausschuss und drei Arbeitskreise (Musik, Theater, Ausstellungen/Bildende Kunst).

Das Kultursekretariat fördert die "kulturelle Bildung" (64,9 Prozent des Gesamtetats) in verschiedensten Formen. Eine Voraussetzung für die Förderung von Projekten ist, dass diese nicht isoliert, sondern im Netzwerk mit mehreren Kommunen - mindestens drei - erarbeitet und durchgeführt werden, um Synergien zu erzeugen. Mit dem Projekt "create music" wendet sich das Kultursekretariat an junge Musiker und Bands: Unter anderem gibt es Workshops zu Songwriting, Live Performance oder Fragen rund um Booking und GEMA. Auch eine finanzielle Förderung von Festivals ist möglich.

Weitere Förderprogramme sind Lese-Clubs, die "Kulturstrolche" (Grundschüler besichtigen Ateliers, Theater) oder der "Kulturrucksack" (ein pro-Kopf-Zuschuss für Kulturangebote an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren).

Die Stadt Willich ist seit mehreren Jahren Mitglied im Kultursekretariat und nutzt unter anderem die Programme Kulturstrolche, Kulturrucksack oder die Plattform Skulptur NRW: Dort sind vier Kunst-Objekte dargestellt, die in Willich öffentlich zugänglich (im Schlosspark Neersen) sind. Sie zahlt dafür einen jährlichen Beitrag von rund 3390 Euro, hat aber mehr Fördermittel erhalten: 4240 Euro 2013 und bereits 6569 Euro 2015.

Grundsätzlich könne jeder Verein oder jedes Projekt einen Förderantrag stellen, so Schwidrik-Grebe auf Nachfrage aus dem Ausschuss. Sie empfahl jedoch, sich vorher beraten zu lassen - eben auch unter dem Blickwinkel der möglichen Kooperationen, die Voraussetzung für Förderungen sind.

(djm)
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