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Katharinen-Hospital in Willich
Weitere Schritte in der Flüchtlings-Betreuung

Stadt Willich. Bürgermeister Josef Heyes möchte spätestens im dritten Quartal einen Termin mit der Bezirksregierung haben. Dann möchte er erfahren, ob diese das ehemalige Katharinen-Hospital über das Jahresende hinaus als zentrale Erstaufnahme zur Unterbringung in Deutschland angekommener Flüchtlinge nutzen möchte.

Diesen Wunsch habe er Innenminister Ralf Jäger mitgeteilt, informierte Heyes den Rat. Im Katharinen-Hospital können bis zu 450 Flüchtlinge untergebracht werden - diese Plätze werden derzeit auf die Zahl der Willich "zugewiesenen kommunalen Asylbewerber", für deren Unterbringung die Stadt sorgen muss, angerechnet. Bislang besteht der Mietvertrag für das Gebäude zwischen Bezirksregierung und dem Eigentümer, den Augustinus Kliniken Neuss, bis zum 31. Dezember 2016. Er habe dem Innenminister gesagt, dass eine plötzliche Schließung der Unterkunft und die kurzfristige Zuweisung weiterer 450 Asylbewerber für die Stadt Willich "fatal" wären, so Heyes.

Auf die Frage von Johannes Bäumges (CDU), was es mit den Berichten auf sich habe, nach denen es eine Anzeige gegen die Stadt wegen des Bauprojektes am Mutschenweg (Dort möchte die Stadt Asylbewerberfamilien in festen Häusern unterbringen) gebe, sagte die Technische Beigeordnete Martina Stall: Sie habe erfahren, dass eine Anzeige beim Kreis eingegangen sei. Dieser habe sie an die Polizei weitergeleitet. Sie kenne den Inhalt der Anzeige noch nicht.

Die Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger führte aus, dass die Verwaltung das Verfahren für die zweite temporäre Asylbewerber-Unterkunft am Bolzplatzweg bis zur Baugenehmigung vorantreiben wolle. Wenn absehbar sei, dass weitere Asylbewerber zugewiesen werden, könne die Unterkunft schnell gebaut werden.

Bezüglich der Nutzung des Verwaltungsgebäudes im früheren Bundeswehrdepot an der Krefelder Straße für die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge habe die Stadt die Nutzung angefragt, so Stall. Schwerdtfeger ergänzte, es solle geprüft werden, ob sich das Gebäude für Jugendliche eigne oder für Familien genutzt werden könne. Derzeit sind der Stadt 25 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zugewiesen, acht sind auswärtig untergebracht. Die Zahl könne sich aber bis auf 40 erhöhen. Außerdem bestätigte Schwerdtfeger, dass in den nächsten Wochen die Flüchtlinge aus der Niershalle in die Unterkunft an der Moltkestraße umziehen sollen. Dann müsse die Halle renoviert werden und solle spätestens nach den Sommerferien für den Sport zur Verfügung stehen.

(djm)
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