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Willich
Weiterer Angeklagter räumt Einbrüche ein

Willich. Im Prozess um eine mutmaßliche sechsköpfige Einbrecherbande vor dem Krefelder Landgericht hat gestern ein weiterer Verteidiger die Beteiligung seines Mandanten eingeräumt. Sein Mandant, der in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, soll an einer Vielzahl von Einbrüchen am Niederrhein, unter anderem im Kreis Viersen, verantwortlich sein. Zwischen Januar und Mai vergangenen Jahres sollen sich die Angeklagten mit einer ganzen Reihe weiterer Täter durch gewerbsmäßige Einbrüche ihren Lebensstil finanziert haben. Ein Teil der Beute und des Geldes soll nach Rumänien geflossen sein. Nähere Ausführungen zu dem pauschalen Geständnis des 36-Jährigen soll es allerdings erst an einem späteren Verhandlungstermin geben.

Das Gericht nutzte die Zeit, um Schadensmeldungen und Lichtbilder der Tatorte der Krefelder Bande in die Verhandlung einzuführen. Thematisiert wurde wiederholt der jeweils beträchtliche Sachschaden, den die Täter verursachten. Bei dem Versuch, das Tor zu der Werkstatt einer Tankstelle in Krefeld aufzubrechen, waren sieben Hebelmarken mit roten Farbanhaftungen festgestellt worden. Auch die Tür zum Verkaufsraum war stark beschädigt. Die Täter mussten allerdings ohne Beute fliehen. Bei einem Tabakwarengeschäft in Neuss hatten die Einbrecher sogar 19 mal sichtbar mit einem Werkzeug angesetzt, um die Tür zu öffnen.

Ein Kioskbetreiber in Mönchengladbach hatte in seiner Schadensmeldung angegeben, dass er nicht versichert war. Bei ihm wurden Tabak, Aufladekarten und weitere Waren im Wert von 4500 Euro erbeutet. Insgesamt geht es um über 20 Taten mit einem Gesamtschaden von fast 100.000 Euro. Die Verhandlung wird im Februar fortgesetzt.

(BL)
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