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Stadt Willich
Wenn der Elch auf dem Tisch sitzt

Stadt Willich: Wenn der Elch auf dem Tisch sitzt
Helga und Hans-Dieter Suren sind dabei, ihr Haus zu dekorieren. Pünktlich zum Ersten Advent soll alles in weihnachtlicher Pracht erstrahlen. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Bei Helga und Hans-Dieter Suren weihnachtet es bereits sehr. Das Anrather Ehepaar ist mit dem Schmücken von Haus und Garten beschäftigt, damit am ersten Adventswochenende alles weihnachtlich strahlt. Von Bianca Treffer

Es erinnert ein wenig an einen Umzug. Im Wintergarten der Familie Suren stapeln sich jede Menge große Kartons, die allesamt sorgfältig beschriftet sind. Allerdings sind es Aufkleber wie "Kranz Haustüre Garten" und "Lichterkette Garten 2", die auf den Kartons zu lesen sind. Tüten in den Kartons tragen weitere Aufschriften. Da gibt es "Alle drei Kugeln links am Zaun Mauer", "Buchsbaum spitz und zwei Buchsbaumkugeln am Vogelhaus" oder "Stamm Vogelhaus". Die detaillierten Angaben sind nötig, denn ohne sie würde das Dekorieren von Haus und Garten ziemlich planlos erfolgen. "So aber weiß ich genau, welche Lichterkette wo hin soll, während meine Frau genau weiß, wo sie welche Deko findet", sagt Hans-Dieter Suren, der gerade weitere Kartons aus dem Keller hochträgt, während seine Frau den Kamin im Wintergarten in einen weihnachtlichen Hingucker samt Nikolaus verwandelt. Jeder Handgriff sitzt, ob es die roten Schleifen sind, die gebunden werden oder das Verteilen von Watteschnee auf den Bäumen. Bei dem Anrather Ehepaar hat das große Weihnachtsschmücken eingesetzt, mit dem die beiden seit etlichen Jahren unter anderem die Besucher der Lichterfahrt erfreuen.

Die Begeisterung für weihnachtliches Schmücken entspringt bei den Surens eigentlich eher dem Zufall. Vor rund 20 Jahren entschied sich das Ehepaar, den Tannenbaum wegen des Nadelns in der Wäschespinne im Garten zu verankern. Das sah so schön aus, dass sie bereits ein Jahr später die ersten Lichterketten für die Buchsbäume kauften, die dank Helga Suren in den unterschiedlichsten Formen rund um die Rasenfläche stehen. "Irgendwie haben wir dann von Jahr zu Jahr mehr gekauft und immer mehr geschmückt", sagt die Anratherin. Die Gartencenter in der näheren und auch weiteren Umgebung kennen die Surens alle, und wo Lichternächte und dergleichen veranstaltet werden, sind sie auch oft anzutreffen. "Da klauen wir mit den Augen", verrät Hans-Dieter Suren lächelnd.

An eigenen Ideen mangelt es den beiden aber auch nicht. Jedes Jahr gestalten sie neben etlichen fest bestehenden Elementen vieles anders. Dieses Jahr kommen so die Rentiere samt Schlitten und Nikolaus nicht aufs Hausdach, sondern sie werden in einem Lichtschlauch stehen, den Hans-Dieter Suren mittels Vorlagen exakt als Stern auf den Rasen installiert. "In der Hauptsache bin ich mehr fürs Licht zuständig und meine Frau für die Deko", erzählt der Anrather. Er kontrolliert jede einzelne Lichterkette, bevor sie in den Einsatz geht, und programmiert die Beleuchtung per Schaltuhren. Wobei außen alles mit Einbruch der Dämmerung erstrahlt und bis Punkt 22 Uhr leuchtet.

Wie viel Strom sie die Beleuchtung kostet, das haben die beiden Surens noch nie nachgehalten. "Ich sage immer, wir sitzen das ganze Jahr dunkel, damit wir uns die Weihnachtsbeleuchtung leisten können", meint Helga Suren mit einem Augenzwinkern. Da das Ehepaar inzwischen zum größten Teil auf LED umgestellt hat, sind die Kosten aber gesunken. Schätzen können die beiden auch nur, wie viele Einzelteile sie inzwischen in Sachen Weihnachten besitzen. Es werden wohl weiter über Tausend Gegenstände sein.

"Die Weihnachtszeit ist ein bisschen wie eine Sucht für mich. Ich sehe so oft schöne Sachen, und die kaufe ich dann", bemerkt die Anratherin. So gab es jetzt einen neuen roten Elch, einen Engel mit Schlenkerbeinen und Holztannenbäume. Das ganze hat Helge Suren bereits zu einem stilvollen Arrangement mit Lichterketten, Tannengrün und Zapfen auf dem Wohnzimmerecktisch arrangiert. Rund zwei Wochen dekoriert das Anrather Ehepaar Haus und Garten. Dann erstrahlt alles, pünktlich zum ersten Adventswochenende, weihnachtlich festlich. Es ist dabei so schön, dass der Bürgerbus bei seinen Lichterfahren extra bei den Surens anhält und die Teilnehmer dort einkehren können. Die gut zweieinhalb Meter hohe Tanne, die vors Haus kommt ist übrigens auch schon bestellt. "Die werden wir diese Tage abholen und auf dem Autodach nach Hause transportieren", sagt Hans-Dieter Suren.

Sie schmücken Ihr Haus ebenfalls zur Weihnachtszeit besonders liebevoll? Dann schicken Sie uns gern ein Bild an kempen@rheinische-post.de. Die schönsten Fotos veröffentlichen wir dann in der Vorweihnachtszeit.

Quelle: RP
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