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Stadt Willich
Willich feiert sein großes Schützenfest

Stadt Willich: Willich feiert sein großes Schützenfest
Die Schützen traten gestern zur Morgenparade mit ihren prächtigen Füllhörnern auf dem Willicher Markt an. FOTO: Hüskes
Stadt Willich. Highlight des Willicher Schützenfestes ist am Sonntagvormittag die Parade auf dem Markt mit den farbenfroh dekorierten Füllhörnen: Die Schützen zeigten eine sehr gute Leistung vor König Toni I. Linden. Von Nadia Joppen

Etwas Regen verdarb den Besuchern nicht die Laune: ASV-König Toni I. Linden, die Willicher Schützen und ihre Gäste erlebten am Sonntagvormittag wieder eine gelungene Parade auf dem Markt. Den ersten Applaus erhielten die Vorreiter um Leo Nys, als sie das erste Mal an der voll besetzten Tribüne vorbei ritten. Gut funktioniert hat eine Übergangslösung: Da der Kaiserplatz wegen der Neugestaltung noch in Teilen gesperrt ist, hatte der Allgemeine Schützenverein (ASV) mit der Stadt auf dem Platz und den angrenzenden Straßen eine andere Lösung für die Aufstellung der insgesamt 88 Gruppen im Regiment gefunden.

Alle Züge zeigten bei den Paraden eine tadellose Haltung. Beeindruckend war das Bild der 65 Füllhörner - traditionell trägt jeder Jägerzug ein Horn und die Farbenvielfalt reichte von fröhlich gelb-rot-blau über Ton in Ton Lila und Blassrosa bis zum traditionellen Schwarz-Rot der "Flimm Flämmkes" - angelehnt an ihr Wappentier, den Marienkäfer. Etliche Züge feiern in diesem Jahr ihr Jubiläum: "da simmer dabei, die "Armbrustträger", "die 90er", die "100er", die "Söllerschützen" und "Benehmt euch" und "die Königsblauen".

Einen kräftigen Rüffel zog sich Schütze Carsten Schmitz vom II. Grenadierzug zu: Er stand in vorderster Reihe in auffallend orange-schwarzer Jacke mit Schlapphut - er habe nichts anderes, lautete seine Entschuldigung. Das konnte Platzmajor Theo Heyes nicht durchgehen lassen. Als Kompromiss half ihm ein Zugkamerad und tauschte zumindest Schlapphut gegen einen regelkonformen Zylinder. Der Grenadier gab dem König und den Gästen ein Bier aus, "das ist als Wiedergutmachung ein Anfang", so Protokollchef Joachim Kothen. Allerdings habe der Schütze ja noch ein bisschen Zeit, um sich an die Schützenkleidung zu gewöhnen.

Der ASV begrüßte viele Gäste - zum Teil mit langer Anreise: Der japanische Generalkonsul Kaoru Shimakazi war mit Frau und Gästen aus Düsseldorf gekommen, Vertreter internationaler Firmen aus dem Gewerbegebiet und trotz 9000 Kilometer Entfernung war Elsy Butler aus Phoenix in Arizona da. Mit einem herzlichen Dankeschön verabschiedete ASV-Präsident Willi Stennes Horst Randel mit seiner Frau Paula: Randel ist seit Gründung Mitglied des Ehrenrates und zog sich jetzt aus dieser Position zurück.

Viel Beifall gab es am Samstag für eine Idee des ASV-Vorstandes: Er hatte den Arbeitskreis Fremde angesprochen und die im Katharinen-Hospital lebenden Flüchtlinge sowie die Willicher Asylbewerber zur Musikpräsentation und Abendparade auf die Tribüne eingeladen. Rund 40 Menschen aus verschiedenen Ländern kamen - Anna Rieve vom Arbeitskreis hatte ihnen vorher die Geschichte des Schützenwesens erklärt.

Heute geht das 130. Schützenfest in Willich weiter: Um 10 Uhr beginnt im Festzelt der musikalische Frühschoppen mit Brotzeit. Um 17.30 ist die Parade mit Großem Zapfenstreich auf dem Markt.

Quelle: RP
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