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Stadt Willich
"Willich live" ist ein voller Erfolg

Stadt Willich. Der vierte Kneipen-Musik-Bummel zog über 1000 Besucher an.

Als die Dunkelheit hereinbrach, machten sich die Abend- und Nachtschwärmer auf den Weg. Weit über tausend Menschen dürften es gewesen sein, die im Zentrum von Alt-Willich die Gaststätten, Bierhäuser und Sportbars aufsuchten. Es war der 4. Kneipen-Bummel beziehungsweise das 4. Musik-Festival, bei dem man insgesamt und offiziell neun Bands erlebte.

Egal, ob Tanzmusik, Rock und Pop, Oldies oder kräftigen Rock, für jeden Fan war etwas dabei. Und die Kneipengänger kamen nicht nur aus Willich. "Wir haben uns über die Bands bei Youtube schlau gemacht, dann uns kurz über Facebook verständigt", sagte der Ratinger Rolf Köster. Er rauchte gerade draußen an der Gaststätte Krücken, dort spielte die Rockband "Freezeland", eine Zigarette und hatte einen 16-köpfigen Freundeskreis mobil gemacht. Köster sagte weiter: "Die Vielfalt der Musik gefällt uns, gleich gehen wir zum Opa.."

Opa? Köster meinte aber keinen Familienbesuch, sondern die etwas andere Oldieband "Opa kommt", die zur gleichen Zeit in der Gaststätte "Op de Eck" spielte. Die Jungs dort waren auch schon etwas in die Jahre gekommen, aber durch die Songs aus den 1960-er und 70-er Jahren jung geblieben. "Op de Eck" war schon gleich zu Beginn proppenvoll; der Kommentar einer 48-jährigen Osteratherin: "Die Auswahl der Bands ist stark. Ich kann zuhören, aber auch tanzen, das mache ich auch gleich im Melody:" Dort spielte "Real Spirit". Szenenwechsel: So langsam füllte sich gegen 22 Uhr abends die Gaststätte "En de Hött". Etwa 150 Meter weiter, im Bierhaus ("Alt Willich") von Oliver Voorter, war zu der Zeit schon mehr los. Mittendrin und bestens drauf waren dort 13 junge Leute. Sie feierten mit den "Akustikhelden" den Junggesellen- beziehungsweise den Junggesellinnen-Abschied. Thomas Zachries (30) und Melissa Rixen waren auch da. Sie werden sich an diesem Freitag im Standesamt des Neersener Schlosses das Ja-Wort geben.

Zehn Bands waren angekündigt, neun kamen. Eine Formation sagte kurzfristig ab, so dass der langjährige Wirt des Kaisersaales, Heinz Schiffer, sein Event-Lokal an der Peterstraße erst gar nicht aufmachte.

Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Zumal es inoffiziell dann doch zehn Bands gab. Denn Jochen Contzen, Chef seines Szene-Lokals "Black Jake", mit seiner Blue Brothers-Band bestens bekannt, stellte bei einer offenen Session einige Musiker seiner neuen Gruppe "Everybody needs trouble" vor. Er hatte sich nicht an dem Verbund beteiligt, der Vollblutmusiker erklärte dies so: "Man trägt ja auch keine Eulen nach Athen..."

Und noch einen anderen Willicher erlebten auch zahlreiche Düsseldorfer im Haus Grootens: Jörg Pelzer mit seiner Formation "ShabyQs ProJam".

(schö.)
 
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