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Stadt Willich
Willicher Moschee: Tag der offenen Tür geht bis Montag weiter

Stadt Willich. Draußen spielten einige deutsche und türkische Kinder zusammen, die sich von der Schule oder von den Vereinen kennen. Neu waren einige Erwachsene, die bei Tagen der offenen Tür beziehungsweise der offenen Moschee die muslimische Gemeinde in Alt-Willich einmal kennenlernen wollten.

Chef des Vereins, der sich in der Gemeinschaft Millî Görüs zusammengeschlossen hat, ist der 40-jährige IT-Berater Kerim Isik, der auch Vorsitzender der deutsch-türkischen Union und in der Kommunalpolitik tätig ist. Sein Vater war mit seiner Familie 1974 als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen. Mittlerweile hat Kerim Isik Ehefrau und vier Töchter.

Er sagt: "Wir haben extra am heutigen Montag einen weiteren Tag der offenen Moschee angeboten, weil wir uns mit den Deutschen und der deutschen Einheit verbunden fühlen." Kerim Isik führte an den vergangenen zwei Tagen viele Besucher durch die Moschee. Dies sind Räume in einem alten Wohnhaus, das dem Namen eigentlich nicht gerecht wird.

Das soll sich bald ändern: Mit ein wenig Stolz in der Stimme erklärt er, dass man wahrscheinlich Mitte des nächsten Jahres mit dem Bau einer neuen Moschee anfangen wird. Dort sollen dann auch Bildungsangebote gerade für die eigenen Kinder und Jugendlichen gemacht werden. "Denn auch wie viele deutsche Eltern wollen wir vermeiden, dass die jungen Leute abrutschen und womöglich Hasspredigern in die Hände fallen", ergänzt der 40-Jährige. Der Islam sei eine Friedensreligion, Isik distanziert sich vom IS.

Neben den Führungen gab es auch einige Vorträge. So sprach ein Krefelder Theologe über das Ehe- und Familienleben im Islam. Und es gab natürlich vieles aus der türkischen Küche, so unter anderem Icliköfte, Kisir oder Gözleme.

(schö)
 
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