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Stadt Willich
Zeichnungen statt 3D-Animation

Stadt Willich. Der geplante Anbau fürs Hinzen-Haus wurde im Planungsausschuss diskutiert. Von Nadia Joppen

Zum Thema "Anbau an das denkmalgeschützte Hinzen-Haus" am Willicher Markt soll es weitere Gespräche zwischen der Verwaltung und dem Besitzer des Hinzen-Hauses, Bernt Lücke, geben. Die Ergebnisse wollen die Obleute des Planungsausschusses dann noch einmal besprechen.

Mit dieser Entscheidung fanden die Mitglieder des Planungsausschusses am Donnerstagabend eine Kompromiss-Lösung für einen FDP-Antrag. Die Liberalen hatten beantragt, dass der Eigentümer mit seinem Architekten eine 3D-Animation mit Einbeziehung der Umgebung erstellen solle. So könne man sich einen besseren Eindruck von der Wirkung des geplanten Baukörpers verschaffen. Sie sind der Auffassung, dass sich die Größe des Anbaus im Vergleich zum Umbauplan des Marktes mehr als verdoppelt habe und ein Baum weniger vorgesehen sei. Außerdem solle in der Animation auch dargestellt werden, wie ein "Glassatteldach" wirken würde.

Die Technische Beigeordnete Martina Stall hatte erklärt, die gewünschte Animation sei dem Investor zu teuer, aber er wolle gerne weitere perspektivische Zeichnungen unter Einbeziehung der Kirche und der gegenüberliegenden Häuserzeile an der Kreuzstraße vorlegen. Diese hielt sie für ausreichend.

Außerdem seien - seitdem das Thema in der April-Sitzung des Planungsausschusses aufgekommen war - bereits der Kubus um je einen halben Meter in Breite und Länge reduziert und der Zwischengang um 1,5 Meter verkürzt worden. Bezüglich des Glassatteldaches wies Stall wieder daraufhin, dass der Entwurf als Flachdach als einziger von der Denkmalpflege genehmigt worden sei, denn diese habe eine andere Auffassung: "Die Denkmalpflege will immer, dass sich alt und neu deutlich voneinander absetzen." Letztlich brauche der Gastronomie-Pächter eine "wirtschaftliche Fläche", damit nicht alle zwei Jahre ein Wechsel passiere.

Christian Winterbach (Grüne) fragte noch, ob das Planungsbüro, das die Neugestaltung des Marktplatzes bearbeite, die Planungen kenne und ggf. an den Darstellungen mitwirken könne? Dazu sagte der Ausschussvorsitzende Christian Pakusch, dass eine solche Mitwirkung von der Stadt beauftragt und bezahlt werden müsse. Stadtplaner Thomas Scholemann ergänzte, die Planung sei René Rheims (Architekturbüro KRAFT.RAUM) bekannt.

Der Hintergrund: Die Politik hat ein Mitspracherecht an dem Projekt, weil der gültige Bebauungsplan "vorhabenbezogen" geändert werden muss.

Quelle: RP
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