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Stadt Willich
Zug verläuft recht friedlich

Gestern gegen 17 Uhr zog Ordnungsamtsleiter Martin Zinnel nach Absprache mit dem leitenden Polizeibeamten Theo Pasch ein erstes Fazit des Tulpensonntagszuges: ein eigentlich normaler Verlauf, ohne größere Einsätze und Krawalle. Zinnel: "Abschreckend war sicherlich die starke Präsenz der Polizei." Denn neben den 30 Polizeibeamten waren zehn sich in der Ausbildung befindende Polizisten im Einsatz. Darüber hinaus 34 Rotkreuz-Helfer, 13 städtische Ordnungskräfte und 16 Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. Vor allem wegen größerer Absperrungsbereiche rund um die Kirche war zusätzliches Personal notwendig geworden.

Das DRK kümmerte sich in den Räumen der neuen Begegnungsstätte um 23 Personen, die wegen des Alkoholkonsums einige Aussetzer hatten, aber nach einiger Zeit wieder entlassen werden konnten. Acht junge Leute, darunter auch eine 14-jährige Person, seien so stark alkoholisiert gewesen, dass Notfalleinsätze erforderlich waren. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden in Krankenhäuser gefahren.

Es gab wie immer ein Glasverbot im Zentrum. Dieses wurde größtenteils beachtet. Es kam auf der Neersener Straße zu einem Zwischenfall, als am Mittag ein Pulk von mehreren Hundert Personen auf das Zentrum zukam. Eine Glasflasche sei im hohen Bogen von einem jungen Deutschen auf den Kontrollpunkt geworfen worden, zersplitterte auf der Straße. Die Personalien des Werfers wurden aufgenommen; er erhielt ein Platzverbot.

Worüber sich Martin Zinnel besonders freute: "Über die Kinder vieler Flüchtlingsfamilien, die mit einer großen Begeisterung die vielen Wurfmaterialien aufsammelten." Zu größeren Krawallen oder Schlägereien sei es nicht gekommen, jedesfalls bis gegen 17 Uhr. Die Zuschauerzahl auf den Straßen wurde mit rund 20.000 angegeben.

(schö)
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