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Stadt Willich
Zwei Jubiläen an der Stadtspitze

Stadt Willich: Zwei Jubiläen an der Stadtspitze
Gratulierten sich gegenseitig zum Dienstjubiläum: Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Willy Kerbusch (links) und Bürgermeister Josef Heyes. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Bürgermeister Josef Heyes und der Erste Beigeordnete Willy Kerbusch stehen seit 40 Jahren im Dienst der Stadt Willich. Gestern feierten sie mit vielen Mitarbeitern und Familienangehörigen. Von Willi Schöfer

Eine der Gratulanten war gestern die Technische Beigeordnete Martina Stall. Sie hatte vor zwei Jahren ihr Jubiläum gefeiert, hatte damals 25 Jahre lang im öffentlichen Dienst gearbeitet. Den Beiden, denen sie gestern im Neersener Schloss die Glückwünsche aussprach, hatten sogar noch 15 Jahre draufgesetzt. Denn sowohl Bürgermeister Josef Heyes als auch sein Erster Beigeordneter Willy Kerbusch feierten mit großen Teilen der Belegschaft ihr jeweils 40. Dienstjubiläum.

Eigentlich hatte Kerbusch diese runde Zahl bereits am 1. August erreicht, Josef Heyes sogar schon am 1. Juni. Der Beigeordnete aus Mönchengladbach war Anfang August gemeinsam mit Ehefrau Barbara noch auf der Urlaubreise am Gardasee, und Josef Heyes wollte so lange warten, bis ein anderes Ereignis dazukam. Denn gestern wurde der Willicher Bürgermeister auch 67 Jahre alt.

Pünktlich um 11 Uhr rückten die Gratulanten unter anderem mit gelb-blauen Blumensträußen oder Hochprozentigem an. Kurz zuvor überreichte der Vorsitzende des Personalrates, Günter van Eesbeeck, die Urkunden, gab die Jubiläumsuhren mit dem Willicher Wappen und jeweils 200 Euro dazu. "Das ist aus unser Freud- und Leidkasse, darin zahlen alle Mitarbeiter monatlich zwei Euro ein", erklärte van Eesbeeck.

Kerbusch war schon mit 23 Jahren ein diplomierter Verwaltungswirt, arbeitete zunächst bei der Stadt Mönchengladbach und begann seine Karriere ab August 1980 in Willich: erst als Abteilungsleiter Verwaltung im Hochbauamt. Dann wurden seine Verantwortung und die Ämter immer größer. Für die Finanzen ist der 60-Jährige seit 1991 zuständig. Stadtkämmerer und Beigeordneter wurde er 2008, Erster Beigeordneter 2010. Außerdem ist Kerbusch seit 1995 Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft der Stadt Willich.

Der Schiefbahner Josef Heyes, der in vielen Gremien sitzt, außerdem seit Langem das Hilfswerk "Mission und Leprahilfe" leitet, machte erst eine Lehre in der Landwirtschaft, studierte wenig später Agrar-Wirtschaft, arbeitete erst als Diplom-Ingenieur und Sachverständiger bei der Kölner Oberfinanzdirektion und beim NRW-Landesamt für Ernährungswirtschaft und Jagd. Der CDU-Mann war zunächst ehrenamtlich stellvertretender Bürgermeister von Willich, dann seit Oktober 1999, also jetzt in der vierten Amtsperiode, hauptamtlicher Bürgermeister.

Wie geht es mit den Beiden weiter, stellen sie sich noch einmal zur Wahl? Bis Juni 2016 ist Kerbusch noch Beigeordneter. Er will in den nächsten Monaten entscheiden, ob er dann bis zum Erreichen der Altersgrenze (Februar 2021) noch einmal antritt. Und Josef Heyes schmunzelt auf diese Frage und sagt: "Schreiben sie ruhig, um die anderen Parteien etwas zu erschrecken, ich überlege es mir zu gegebener Zeit noch." Seine vierte Amtszeit läuft bis zum 20. Oktober 2020.

Kerbusch will weiter weiterhin für mehr Generationsgerechtigkeit und für einen strukturell ausgeglichen Haushalt sorgen: "Ganz einfach, wir dürfen nicht mehr ausgeben als einnehmen." Beiden ist die Schaffung von mehr altersgerechtem, aber vor allem auch familienfreundlichen Wohnraum sehr wichtig. Wie außerdem die Weiterentwicklung der Gewerbegebiete Münchheide V und VI. Und noch etwas haben die Beiden gemeinsam: ihren Ärger über die vertane Chance, relativ schnell die Saalmisere in Alt-Willich zu beheben. Die Planung ist derzeit durch Widersprüche der Anwohner gehörig ins Stocken geraten.

Auch ihre Ehefrauen Maria Heyes und Barbara Kerbusch gratulierten zu den Dienstjubiläen. Maria und Josef Heyes haben vier mittlerweile erwachsene Kinder, Barbara und Willy Kerbusch die 17-jährige Helena, die im nächsten Jahr an einem Mönchengladbacher Gymnasium ihr Abitur machen möchte.

Quelle: RP
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