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Wülfrath
100 Werke aus dem Samstagsatelier

Wülfrath. Neunzig Schüler schaffen über tausend Kunstwerke - zur Jahrespräsentation des Samstagsatelier am Gymnasium hagelte es Superlative. Zum dritten Mal war der Maler Armin Hartenstein als Berater dabei: "Den Schwerpunkt haben wir in diesem Jahr auf das Schaffen einer echten Ateliersituation gelegt." Von Lars Mader

Mehrfach im Jahr wurde eine Malerei-, eine Tischler-, und eine Keramikwerkstatt eingerichtet. So ließ sich dem Wunsch der Schüler entsprechen, selbstgewählte Technik einzusetzen.

Erstmals wurde in diesem Schuljahr auch Stoffbildhauerei mittels Nähmaschine betrieben. Die Düsseldorferin Julia Kröpelin, die als unterstützende Künstlerin in das Kalkstädter Schulstudio hinzukam, schwärmt von ihren frischen Erfahrungen und kann bestätigen: "Das Samstagsatelier hat sich als positives Beispiel bis nach Düsseldorf herumgesprochen."

Beim Blick auf die Werke wurde die vielbeschriebene Sorge sichtbar, dass die älteren Gymnasiasten neben der Abiturvorbereitung kaum noch die Möglichkeit finden, sich zusätzlich zu engagieren. Zu verzeichnen gibt es zudem den deutlichen Trend, dass sich immer mehr sehr junge Schüler kreativ versuchen. Selbst die Fünftklässler waren mit viel Verve dabei. Die drei Kunstlehrer des Gymnasiums hatten viele Talente aus dem regulären Kunstunterricht ins Samstagatelier eingeladen. Die chillende Schildkröte von Kim Goczol aus der 7b und der auf das wesentliche reduzierter Löwe von Neva Kodas aus der 5c gaben Beispiel, wie sprühender Schöpfungswille wirkt.

Aus Platzmangel wurde nur ein Zehntel der Werke gezeigt. Die Jury der Kunstlehrer wählte die beeindrucktesten Stücke aus. Anhand eines aus dichten Wachsstrichen hervorstechenden Katzenportraits von Lena Gebel aus der 5C erklärt Jurorin Kröpelin die Entscheidungen: "Hier merkt man, dass sie eine eigene Bildvorstellung hat." Mit einem geteilten ersten Preis wurden Luna Linde (6b) für ihre Belebung von Fantasiewelten und David Röger für seine Filigranzeichenkunst geehrt.

Quelle: RP
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