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Wülfrath
Achtung Rot! Haus verliert Wärme

Wülfrath: Achtung Rot! Haus verliert Wärme
Laszlo Letay (l.) von der Verbraucherzentrale und Andreas Bornemann, Umweltreferent der Stadt Wülfrath, informierten über die Thermografie-Aktion. FOTO: DJ
Wülfrath. Die Verbraucherzentrale bietet allen Hausbesitzern bis Ende März an, ihr Gebäude mit einer Thermografie energietechnisch untersuchen zu lassen. Von Uwe Reimann

Die Tester kommen nachts. Mit Wärmebildkamera machen sie Thermografie-Aufnahmen, die dem Hausbesitzer später beweisen: Dort verliert das Haus zu viel Energie. Diese Thermografieuntersuchungen bietet die Verbraucherzentrale jetzt den Wülfrather Hausbesitzern bis zum 31.März an. Voraussetzung ist: Es muss kalt, maximal fünf Grad in der Nacht sein. Da es jetzt Winter werden soll, wäre Gelegenheit, das Angebot zu prüfen, sagt Laszlo Letay von der Verbraucherzentrale im Kreis Mettmann.

Hohe Heizkosten haben manchmal kuriose Gründe. Die Verbraucherschützer haben schon mal alte Fenster gefunden, die nur dürftig zugemauert waren, von denen die Bewohner aber nichts ahnten. Oder die Experten stellten anhand der Infrarot-Bilder fest, dass Dämmmaterial im Dach ins Rutschen geraten war und deshalb seinen eigentlichen Zweck nicht mehr erfüllte. Alles Gründe, dass sich Hausbesitzer das Winterpaket, eine Kombination aus Wärmebildern und Energieberatung, gönnen.

Ein Thermografie-Bild mit vielen roten Flächen: Dort verliert das Haus sehr viel Energie, sprich Wärme. FOTO: Verbraucherzentrale

Zunächst zieht dafür ein professioneller Thermograf mit einer Wärmebildkamera los. In einer kalten Nacht macht er mehrere Außenaufnahmen des Hauses - die Bewohner können weiterschlafen. Bei einem späteren Termin steht dann die Beratung an, denn "Ohne fachkundige Deutung sind die Wärmebilder kaum mehr als ein hübscher Wandschmuck", sagt Letay. Der Energieexperte analysiert die Bilder genau, gleicht sie mit seinem Eindruck vor Ort ab und zeigt, wo kostbare Wärme verloren geht. Häufig entweicht diese über das Dach, die Fenster und die Türen. Auch dünne Wände an Heizkörpernischen und ungedämmte Außenwände sind typische Energielecks.

Anschließend erläutert der Experte, was die Eigentümer tun können, was es ungefähr kosten wird und wie viel sich dadurch sparen lässt. "Wir wollen die wichtigsten Dinge zeigen. Analysen mit Messungen und Infos zu Fördermöglichkeiten sollte danach aber der professionelle Energieberater in Angriff nehmen", sagt Letay.

Der Gesamtpreis beträgt 165 Euro. Mitglieder des Verbandes Wohneigentum Nordrhein Westfalen e.V. erhalten eine Vergünstigung von 20 Euro. Infos unter www.vz-nrw.de/thermoaktion, unter Telefon 02173 8492505 bei der Energieberatungsstelle Langenfeld, Konrad-Adenauer-Platz 1.

Quelle: RP
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