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Aktenzeichen XY zu Regina Neudorf und Ulrike Hingkeldey
War es ein Serienmörder?

Aktenzeichen XY zu Regina Neudorf und Ulrike Hingkeldey: War es ein Serienmörder?
Regina Neudorf wurde in Velbert tot aufgefunden. FOTO: Polizei Kreis Mettmann
Wülfrath/Bonn. Findet die Polizei nach mehreren Jahrzehnten noch den Mörder von Regina Neudorf aus Wülfrath und Ulrike Hingkeldey aus Bonn? Die Ermittler sind sich heute sicher, dass die beiden jungen Frauen vom selben Täter umgebracht worden sein können. Die Fälle sind am Mittwochabend Thema bei "Aktenzeichen XY... ungelöst". Von Uwe Reimann

An beiden Opfern soll die selbe DNA gefunden worden sein. Deshalb setzen die Fahnder jetzt noch einmal auf eine intensive öffentliche Fahndung, um das Geheimnis um den Tod der Frauen zu lüften. Die beiden Fälle aus den Jahren 1979 und 1984 werden am Mittwoch um 20.15 Uhr in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen X ... ungelöst" vorgestellt.

Der Fall Regina Neudorf

38 Jahre ist es her, dass die damals 17-jährige Regina Neudorf aus Wülfrath von einem Reiter auf einem einsamen Feld zwischen den Velberter Ortsteilen Neviges und Langenberg tot gefunden wurde. Am Samstag, 26. Mai 1979, wurde die zerstückelte Leiche der jungen Frau an einem Weg zu einem Gehöft, nahe der Windrather Straße in Velbert-Neviges gefunden. Arme und Beine der Toten lagen abgetrennt neben dem Torso. Bis heute ist der Mord nicht geklärt.

Zuletzt lebend gesehen wurde die Verkäuferin von Zeugen zwei Tage zuvor. Am frühen Donnerstagmorgen, 24. Mai, gegen 0.30 Uhr, verließ Neudorf die damals an der Friedrichstraße 102 in Velbert ansässige Diskothek "Oldtimer". Ohne Begleitung machte sich die junge Frau zu Fuß auf den nächtlichen Heimweg nach Wülfrath. Gegen 1.15 Uhr wurde die 17-Jährige noch auf dem Flandersbacher Weg in Velbert, etwa 2,6 Kilometer von ihrer Wohnanschrift in Flandersbach entfernt, von Bekannten gesehen. Da war die Wülfratherin noch alleine auf direktem Weg nach Hause. Anschließend verliert sich ihre Spur.

Aufgrund der kriminalpolizeilichen Ermittlungen kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei dem Fundort der Toten in der ländlichen Außenbürgschaft von Neviges nicht um den Ort ihrer Tötung handelt. Die fachmännische Art und Weise, wie die Gliedmaßen der Toten vor dem Ablegen am Fundort abgetrennt wurden, deutet darauf hin, dass es sich bei dem Täter mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Jäger, Metzger oder Kopfschlächter gehandelt haben könnte.

Der Fall Ulrike Hingkeldey

Am frühen Abend des 19. August 1984 wurde die 20-jährige Psychologiestudentin Ulrike Hingkeldey an der Landstraße 192 zwischen Wesseling und Bornheim tot aufgefunden. Der Kopf war "bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert", wie es schon einmal in einer "Aktenzeichen XY"-Sendung hieß. Die damaligen Ermittlungen ergaben, dass die aus Wuppertal stammende 20-Jährige bereits am Tag zuvor als Anhalterin zu Angehörigen nach Wuppertal reisen wollte. Letztmalig lebend gesehen wurde sie dabei am 18. August an einer Tankstelle am Autobahnkreuz Köln-Süd, wo die Studentin zwischen 20.30 Uhr und 20.50 Uhr auf eine Mitfahrgelegenheit wartete. Dort stieg sie in ein sportliches, vermutlich rotes Fahrzeug mit Wuppertaler Kennzeichen ein. Auch in diesem Fall konnte bis heute kein Täter identifiziert werden.

Ulrike Hingkeldey starb in Bonn. FOTO: Kreispolizei Mettmann/ ZDF

Die Polizei hat die Ermittlungsergebnisse aus beiden Fällen zusammengeführt und hat heute ein klareres Bild vom Täter. Sie hofft, dass Zuschauer der Sendung Aktenzeichen XY einen entscheidenden Hinweis liefern können.

Hinweise nimmt nicht nur die Polizei im TV-Studioi, sondern alle Polizeidienststellen und das Kriminalkommissariat 11 der Bonner Polizei unter der Rufnummer 0228 150 sowie das Kommissariat der Düsseldorfer Polizei unter Telefon 0211 8700 entgegen.

Quelle: RP
 
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