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Wülfrath
Asylunterkunft: Gerüst ist auch Fluchtweg

Wülfrath. Das marode Gebäude muss weiter als Wohngebäude herhalten. Politik prüft Kauf von Stahlgerüst.

Nach Jahren des Niedergangs ist das als Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkunft genutzte alte Rathaus an der Wilhelmstraße mittlerweile so marode, dass eine neue Bleibe für die Menschen her muss. Die Kritik an den Räumlichkeiten an der Wilhelmstraße 76 als Übergangswohnheim für Familien und Kinder sind alt. Bei einer Besichtigung von Ratspolitikern war es im vergangenen Jahr einhellige Meinung, dass es so schnell wie möglich nicht mehr als Wohnraum genutzt werden soll. Aber mangels Alternativen werden dort auch zukünftig Leute untergebracht werden (müssen), heißt es.

Jetzt allerdings brandet auch Kritik anderer Art auf. Seit Jahren umhüllt ein großes Gerüst das Gebäude an der Hauptverkehrsachse Wülfraths. Bislang wurde es von einer Firma angemietet. Nun fordern verschiedene Politiker, das verantwortliche städtische Gebäudemanagement möge eine Kalkulation aufstellen, wie teuer ein Kauf wäre.

Kämmerer Rainer Ritsche fügte hinzu, die Miete könne nicht einfach mit dem Kaufpreis verglichen werden. "Die regelmäßig anstehenden Wartungen und Inspektionen wären ebenfalls kostenpflichtig."

Ursprünglich war das Gerüst einmal aufgebaut worden, um Passanten vor eventuell herabfallenden Fassadenteilen zu schützen, denn die Bausubstanz ist mehr als bedenklich. Seit Sommer vergangenen Jahres gewährleistet das stählerne Gerüst nun aber auch mögliche Fluchtwege aus den oberen Räumen des Gebäudes. Das Gerüst sei also als ein Fluchtweg unverzichtbar, heißt es seitens der Stadt.

(von/rei)
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